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Baiersbronn "Hosentaschenbohnen" lehren Dankbarkeit

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Mit einem Essen und einem Programm, zu dem auch Lieder gehörten, wurde im Untergeschoss der evangelisch-methodistischen Kirche Heiligabend gefeiert. Foto: Schweinsberg Foto: Schwarzwälder Bote

Baiersbronn. Gemeinsam Heiligabend feiern, dazu hatte die evangelisch-methodistische Kirche eingeladen.

Die Idee dazu war bereits im vergangenen Jahr entstanden, als Susanne und Ernst Faißt spontan an Heiligabend zu sich nach Hause einluden. Diesmal wurde schon im Vorfeld, unter anderem bei der "Essenszeit", dem regelmäßigen gemeinsamen Mittagstisch, eingeladen –­ und es kamen 20 Personen im Alter von einem bis zu 90 Jahren.

Schon die nachdenklich stimmende Christvesper mit dem Thema "Aufregung um Mitternacht" gehörte mit zum Programm. Darin ging es vor allem um die eigene Bereitschaft, sich auf Jesus einzulassen.

Anschließend ging es ins Untergeschoss der evangelisch-methodistischen Kirche. Nach dem Entzünden vieler Kerzen und der gemeinschaftlichen Vorbereitung des Essens wurde in fröhlicher Runde Raclette genossen – für manchen völlig unbekannt. Das Essen sei sehr lecker gewesen, meinte ein nigerianischer Gast. Es wurden viele Weihnachtslieder gesungen, begleitet von Ernst Faißt auf der Trompete. Die vorgelesene Geschichte "Der Jesus ist weg" zeigte, dass auch Kummer und Schmerz zum Weihnachtsfest gehören.

Nach Eis und Gebäck gab es ein Weihnachtslieder-Memory, bei dem sich unter 40 "Kärtchen" 20 Paare von Liedphrasen verbargen – eine echte Herausforderung, die mit viel Spaß gemeistert wurde. Am Ende gab es noch "Hosentaschenbohnen". Die Bohnen werden morgens in die linke Tasche gesteckt, und bei jedem positiven Erlebnis wandert eine in die rechte Tasche. So soll Dankbarkeit gelehrt werden. Nach gemeinsamem Gebet bekamen alle ein kleines Licht für den Heimweg und einen Gruß: Bis zum nächsten Jahr.

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