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Baiersbronn HGV hält an Herbstmarkt fest

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Bei der Hauptversammlung (von links): Yvonne Rauter, Bürgermeister Michael Pfaff, Georg Steinberger und Steffen Zeile. Foto: Hering Foto: Schwarzwälder Bote

Bei der Hauptversammlung des Handels- und Gewerbevereins Alpirsbach standen die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und die Zukunft des Herbstmarkts als wichtigste Tagesordnungspunkte an. In Sachen Herbstmarkt gab es auch Kritik für die Stadtverwaltung.

Alpirsbach. Vorsitzender Georg Steinberger beleuchtete bei der Versammlung in der "Unteren Mühle", zu der zahlreiche Mitglieder gekommen waren, das zurückliegende Jahr. Es sei von der Gewerbeschau geprägt gewesen, die Steinberger als großen Erfolg bezeichnete. Auch die Bewirtung habe hervorragend funktioniert. Einziges Manko sei ein Abmangel in Höhe von etwa 1000 Euro gewesen. Das Engagement der Mitglieder und die Eigenleistungen hätten dazu beigetragen, dass der Abmangel so gering ausgefallen sei. Dafür dankte Steinberger den Mitgliedern.

Für den Weihnachtsmarkt, der weit über den Kreis hinaus bekannt ist, soll das Konzept geändert werden. Die bisher für Glühwein und andere Getränke ausgegeben Styropor-Thermobecher fallen weg, auch unter Umweltschutzaspekten. Dafür hat der HGV 3000 Tassen mit dem Weihnachtsmarktlogo geordert. Sie werden auf dem Markt für zwei Euro verkauft, wobei es keine Rücknahme gibt.

Zum Herbstmarkt sagte Steinberger, dass durch die kurzfristige Absage und für den Erhalt des verkaufsoffenen Sonntags das Herbstfest als Notlösung mit der Verwaltung vereinbart worden war.

Kassiererin Martina Dufft-Widmann stellte den Kassenbericht vor und berichtete über die finanzielle Situation des HGV, der derzeit 63 Mitglieder hat. Die Nachfrage nach den Einkaufsgutscheinen sei rege. Sie habe sich in den letzten Jahren auf 200 verdoppelt. Joachim Hermann als Kassenprüfer bescheinigte ein gute Kassenführung.

Beschlossen hat die Versammlung die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags von 80 auf 120 Euro. Laut Steinberger wurde der Beitrag seit Einführung des Euro nicht verändert. Vor der Abstimmung hatten sich Mitglieder in verschiedenen Wortmeldungen für die Erhöhung ausgesprochen, um Aufgaben wie Gewerbeschau oder Weihnachtsmarkt finanzieren zu können. Zudem wurde angemerkt, dass in anderen Orten der Jahresbeitrag deutlich höher ist.

Reger Diskussionsbedarf in Sachen Herbstmarkt

Regen Diskussionsbedarf gab es zum Thema Herbstmarkt. Georg Steinberger berichtete, es habe in der vergangenen Woche Gespräche mit dem Bürgermeister zum Herbstmarkt gegeben. Bürgermeister Michael Pfaff erklärte, dass durch den Ausfall der Mitarbeiterin für die Organisation diese nicht mehr möglich gewesen sei. Zudem sei festgestellt worden, dass in näherer Umgebung zeitgleich Märkte auf dem Programm standen. Deshalb habe auch weniger Interesse von den Beschickern bestanden. Als Vorschläge gab es Überlegungen, den Herbstmarkt mit anderen Aktivitäten wie Radmarathon, Kunsthandwerkermarkt oder Museumstag zusammen zu legen. Allerdings könne er nicht sagen, ob es bis zum nächsten Herbstmarkt funktioniert, so Pfaff. Auch gab es Überlegungen, den Naturparkmarkt nach Alpirsbach zu holen. Dafür gebe es allerdings hohe Anforderungen, die finanziell nicht zu bewältigen seien. Georg Steinberger berichtete von einem Telefonat mit dem Vorsitzenden des Landesverbands der Schausteller und Marktkaufleute. Dieser sei selbst immer bei den Märkten in Alpirsbach und würde den HGV bei der Terminplanung und Ausführung beraten.

Gegen die Zusammenlegung mit dem Schwarzwald-Ultra-Radmarathon gab es erhebliche Bedenken. So würden keine Parkplätze zur Verfügung stehen, auch gebe es kaum Übernachtungsmöglichkeiten für die Marktbeschicker.

Einige Mitglieder bemängelten, dass in der Verwaltung nur eine Person die Kompetenz für die Organisation habe und ein Ausfall solch gravierende Folgen habe. Auf die Frage von Joachim Hermann, ob der Pfingstmarkt auf alle Fälle stattfinde, entgegnete Pfaff, dass er das nicht garantieren könne. Für Carl Glauner ist damit auf die Kommune kein Verlass, wenn alles an einer Person hänge. "Ich halte den Imageschaden bei den Ausstellern durch den Ausfall für sehr groß", sagte Glauner. Er betonte zudem, dass die Erfahrungen mit dem Naturparkmarkt durchweg positiv sind. Bürgermeister Pfaff verwies darauf, dass es nicht die ursprüngliche Aufgabe der Verwaltung sei, Märkte zu organisieren.

Er gehe davon aus, dass der Pfingstmarkt stattfinden wird, schloss Steinberger das Thema ab. Die Verwaltung habe damit auch genügend Zeit, einen Nachfolger für die Organisation zu finden, hieß es aus den Reihen der Mitglieder. So habe die Stadtverwaltung auch die Chance, Ideen für den Herbstmarkt zu entwickeln, sowohl terminlich als auch was die Attraktivität angeht, erklärte dazu Bürgermeister Pfaff. Dabei sei er auch zu Gesprächen mit dem HGV bereit.

Engagement für die Verschönerung der Stadt

Steinberger wies auf Aktionen des HGV, insbesondere von Petra Jäckle und elf weiteren Frauen, hin, die für die Verschönerung der Stadt etwas tun. So wurden mit einer Aktion 120 bepflanzte Blumenkästen verkauft. Für die Weihnachtszeit sind wieder Kränze gebunden worden, die aufgehängt werden. Auch werden die Bäume in der Marktstraße wieder mit Leuchten geschmückt, so Steinberger. Er dankte den Frauen für ihr Engagement. Eine günstige Lösung zeichne sich für die Weihnachtsbuden ab, wovon es inzwischen 28 eigene gibt.

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