Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Baiersbronn Herbizide schädigen die Gehirne von Insekten

Von
Bio-Imker Richard Graf sprach über "Insekten im Stress". Foto: BUB Foto: Schwarzwälder Bote

Baiersbronn. Auf Einladung der Bürgeraktion Umwelt Baiersbronn (BUB) referierte der Bio-Imker Richard Graf aus Dornhan in Baiersbronn zum Thema "Insekten im Stress am Beispiel der Honig-Biene".

Die Insektenbiomasse ist in den vergangenen 30 Jahren um 70 Prozent zurückgegangen. Dies belegten Krefelder Entomologen mit entsprechend niedrigen Fangquoten.

Die Ursachen dafür sind laut Graf vielfältiger Natur: Die Zunahme der Verkehrsflächen und der damit verbunden Landschaftsverlust, der Verlust von Ödlandflächen, Monokulturen in der Landwirtschaft und maßgeblich der Einsatz von Pestiziden zählen dazu. Durch die Forschung von Randolf Menzel, Zoologe, Neurobiologe und ehemaliger Leiter des Neurobiologischen Instituts der Freien Universität Berlin, sei die schädliche Wirkung der Pestizide auf die Bienen bekannt und belegt worden. So wurden Bienen mit einem Transponder ausgerüstet, um deren Flugverhalten mit einem speziellen Gerät zu beobachten.

So fand man heraus, dass Bienen bei ihrer Navigation eine innere Landkarte besitzen, die sie sich erst durch Orientierungsflüge einprägen müssen. Weiter sei festgestellt worden, dass selbst Pflanzenschutzmittel, die als für Bienen ungefährlich eingestuft wurden, wie Insektizide mit dem Wirkstoff Thiacloprid oder das bekannte Herbizid Glyphosat, die biologischen Vorgänge im Bienengehirn bis zum irreversiblen Absterben ganzer Gehirnareale schädigen können.

Bienen, die diese Wirkstoffe in der Natur auch nur in geringsten Dosen aufnehmen, würden apathisch, hätten Probleme im Lernverhalten, fänden oft mangels Orientierung nicht mehr in ihren Bienenstock zurück und würden deshalb sterben. Die gleiche Schädigung treffe auch auf andere Insekten zu.

Man müsse auf die Politik einwirken, betonte Graf. Es müssten Blühflächen geschaffen werden. Das Grün in Gärten oder Parks reiche nicht. Mehr landwirtschaftliche Nutzflächen müssten zu Magerwiesen werden. Brachland müsste erhalten und vermehrt werden, forderte er.

Artikel bewerten
0
loading

Ihre Redaktion vor Ort Freudenstadt

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.