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Baiersbronn Gut gerüstet in neuen Lebensabschnitt

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In der Schwarzwaldhalle feierten die Abiturienten des Richard-von-Weizsäcker-Gymnasiums ihren Abiball. Foto: Klisch Foto: Schwarzwälder Bote

Auch wenn Goethes "Faust" immer wieder beim Abiball zitiert wurde, wird er die 39 Abiturienten des Richard-von-Weizsäcker-Gymnasiums so schnell wohl nicht mehr beschäftigen. Alle 39 hatten das Abi geschafft, und das wurde in der Schwarzwaldhalle gefeiert.

Baiersbronn. Die Schüler Helena Singer, Jacob Seitz, Marielle Schneider und Ingo Günter moderierten den Abend auf Schülerseite, Thorsten Heß, stellvertretender Schulleiter auf Lehrerseite. Und bereits der Einstieg in die Veranstaltung versprach einen kurzweiligen Abend. Die Abiturienten stellten das Programm im Stil der Sicherheitsanweisungen im Flugzeug vor und ernteten für ihren Auftritt viel Beifall.

Schulleiter Marco Finkbeiner begrüßte die Schüler und Gäste. Gänsehaut habe er gehabt beim Einlauf der Abiturienten. Die hatten es auf einen Gesamtschnitt von 2,4 gebracht. Finkbeiner verglich die Abiturienten mit den Spielern der Nationalmannschaft – jeder sei ein individuell hervorragender Spieler, aber es brauche auch den Geist des Mannschaftspielers, um erfolgreich zu sein. Und auch Glück oder Gottes Segen – wie es jeder auch nennen mag.

Mit kleinen Anekdoten erinnerte Finkbeiner an die gemeinsamen vergangenen Jahre. So zum Beispiel berichtete er aus dem Sportunterricht von einer Stunde, bei der acht Schüler anwesend waren. "Wir spielen fünf gegen fünf", meinte der Lehrer. Den Einwand der Schüler, dass sie ja nur zu acht seien, wischte er mit dem Satz "Egal, ich spiele mit" – vom Feld.

Verlässliche Erziehungspartner für Eltern und Schüler

Finkbeiner drückte aber auch seinen Dank an die Kollegen aus, die sich engagiert und verlässlich als Erziehungspartner der Kinder und Eltern bewiesen hätten. "Bitte machen Sie so weiter" lautete der Appell des Schulleiters. Die Schüler wies er darauf hin, dass sie nun zwar erwachsen seien, es aber sicher den Eltern noch schwerfalle, dem Rechnung zu tragen. Jeder gehe nun seinen Weg, manchmal sicher auch einen Umweg.

Den Eltern riet Finkbeiner, die Kinder loszulassen, machte dabei aber auch deutlich, dass hinter vielen guten Ratschlägen nur die Sorge um die jungen Menschen stehe. Bürgermeister Michael Ruf wandte sich mit einem Zitat von Seneca an die Zuhörer: "Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir." Manchmal lerne man auch für die Schule, sagte Ruf. Es sei sicher nicht immer leicht gewesen, und die Abiturienten hätten hart dafür gearbeitet, um das Ziel zu erreichen. Sie könnten nun stolz auf ihre großartige Leistung sein.

Ruf wies auch auf die Verantwortung der jungen Menschen für den Erhalt der Demokratie hin. Sie hätten gelernt, Zusammenhänge zu begreifen und Fakten mehr zu trauen als bequemen Lügen. Nicht verwirren solle man sich lassen, sondern die Gesellschaft mitgestalten und Werte wie Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit hochhalten. Die Abiturienten seien gut gerüstet durch die Schule und hätten das Werkzeug, ihr Leben in die Hand zu nehmen.

Der Chor des Gymnasiums lieferte mit den Stücken "Twist an Shout" von den Beatles, "Africa" von Toto und "Time Warp" aus der Rocky Horror Picture Show eine beeindruckende musikalische Leistung ab. Kurz bevor die Abiturienten das Zeugnis bekamen, schwelgten die Tutoren der beiden Züge in Erinnerungen. Geschichten von Reisen und gemeinsamen Erlebnissen, aber auch die kleinen Macken, die jeder so hat, wurden in ausgesprochen erheiternder Form von Joachim Auer und Janina Maier vorgetragen. Und bevor es dann zum "Wichtigsten", nämlich zum Essen, ging, wie die Schüler meinten, gab es nach der Zeugnisverleihung noch das klassische Foto der Abiturienten auf der Bühne.

Nach dem Essen ließen die Eltern der Abiturienten Luftballons steigen, und Scheffelpreisträgerin Helena Singer meinte am Ende ihrer Rede, eigentlich habe jeder der Abiturienten einen Preis verdient. Und so bekam jeder ein kleines Bild mit seinen Stärken. Nach Wortbeiträgen der Elternbeirätin Bettina Morlock und des Schülersprechers Raphael Kulajew sangen die Eltern ihren Kindern ein Lied. Mit weiteren Beiträgen und einem Auftritt der Schulband wurde dann bis in die frühen Morgenstunden harmonisch gefeiert.

Isabelle Anjana Beeharry, Niklas Simon Bischoff, Levent Jannik Borho, Ellen Braun (Preis der Fachschaft Gemeinschaftskunde/Wirtschaft), Svea Salome Conzelmann (Schrempp-Preis, evangelische Religion, Preis des Vereins Deutsche Sprache), Susanne Fee Cornitzius, Tayyib Dagistanli (Preis des Vereins für Socialpolitik, Wirtschaft), Darius Josua Finkbeiner (Musikpreis), Felix Frey, Jan-Niclas Frey, Lena Frey, Luise Frey, Nico Gaiser, Pascal Gaiser, Madeline Martine Gass, Luisa Graus, Ingo Moritz Günter (Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Südwestmetall Schulpreis Ökonomie), Alena Sophie Hammer (Sozialpreis Förderverein, Chemiepreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker), Johannes Heinzelmann, Julia Helbig, Leon Helbig, Marc Hitzel (Maulmedaille), Anna Luisa Klumpp, Anton Knappschneider, Emelie Edda Pauline Kneißler (Preis der Fachschaft Sport), Leopold Rudi Kröller, Raphael Christopher Kulajew, Jonathan Lelek (Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Preis der Deutschen Mathematiker Vereinigung), Magdalena Lindner, Milena Kassandra Mayer, Hannah Simone Morlock, Theo Robin Müller, Annemarie Schleeh, Marielle Schneider, Jacob Erich Seitz, Zoe Seybold, Helena Josefine Singer (Scheffelpreis), Milena Laura van der Goten (Fremdsprachenpreis der Kreissparkasse, Preis der Gemeinde für den besten Notenschnitt) und Jana Marleen Wurster.

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