In Deutschland gibt es immer mehr Gesamtschulen, doch was genau ist das eigentlich?

Baiersbronn - Eine Gesamtschule ist eine Schulform im Anschluss an die Grundschule. Sie bietet Haupt- und Realschulabschlüsse. Außerdem kann das Abitur erworben werden, wenn es eine gymnasiale Oberstufe an der Schule gibt. Mindestens bis zur 9. Klasse kann man solche Schulen besuchen.

Man unterscheidet zwischen integrierten Gesamtschulen und kooperativen Gesamtschulen. Bei letzteren gibt es Klassen mit Haupt-, Realschul- und Gymnasiumzweig, während es bei einer integrierten Gesamtschule Kurse gibt, die von den Leistungen und Anforderungen abhängig sind. Der 1-Kurs hat Gymnasialniveau, der 2-Kurs hat Haupt- und Realschulniveau. Zusätzlich gibt es einen Liftkurs (1-2), der es den Schülern aus dem zweiten Kurs ermöglichen soll, in den ersten Kurs zu wechseln.

Noten gibt es von B1 bis A6. B-Noten sind Gymnasialniveau, A-Noten Haupt- und Realschulniveau. Allerdings sind die Noten B4 und A1 gleichgestellt. Ab Klasse sieben werden die Schülerinnen und Schüler in Grundkurse (G-Kurse) und Erweiterungskurse (E-Kurse) eingeteilt. Am Ende von Klasse 9 und 10 entscheidet sich dann anhand der Noten, ob man einen Hauptschulabschluss, Realschulabschluss hat, oder ob man mit der Oberstufe weitermacht.

Aber was denken eigentlich die Schüler über Gesamtschulen? Ein Realschüler aus Baiersbronn findet:" Gesamtschulen sind nicht die beste Lösung, da die Schüler nicht individuell genug gefördert werden können."

Eine Mutter hingegen meinte:" Die Schüler sind in der vierten Klasse noch zu unreif, um über ihren weiteren Schulalltag und Berufswunsch zu entscheiden. Wenn sie älter werden entwickeln sie sich vielleicht in eine andere Richtung und die Noten ändern sich. Daher sind Gesamtschulen sinnvoll."