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Baiersbronn Gemeinde stolz auf ihre Spitzensportler

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Blumen und Geschenke für die Weltklassesportler Svenja Würth und Manuel Faißt. Fotos: Wolf Foto: Wolf

Baiersbronn - Für den Weltcup reisten die Skispringerin Svenja Würth und der Nordische Kombinierer Manuel Faißt durch die ganze Welt. Mit herausragenden Erfolgen im Gepäck kehrten sie in ihre Heimat Baiersbronn zurück. Stolz empfing die Gemeinde ihre Spitzensportler bei einer Ehrung im Kurhaus in Röt.

Wie stark der Rückhalt der Weltklasse-Athleten in ihrer Heimatgemeinde ist, zeigte die große Resonanz bei der Ehrung. Die Plätze im Kurhaus in Röt reichten nicht aus, nicht wenige Skisportbegeisterte standen, um ihre Spitzensportler live zu sehen. Unter den Besuchern befanden sich viele Kinder und junge Sportler des Skivereins Baiersbronn.

Phillip Schmieder moderierte den Abend und begrüßte die zahlreichen Gäste mit einem kleinen Rückblick: Im vergangenen Jahr hatte Baiersbronn sieben Weltcupstarter geehrt. In diesem Jahr seien es nur zwei, und doch seien die Erwartungen mit der Goldmedaille von Svenja Würth im Mixed-Springen weit übertroffen. "Es ist vielleicht das größte sportliche Ereignis in unserer Gemeinde! Gold im Murgtal", schwärmte Schmieder.

Großer Stolz

Im Namen der gesamten Gemeinde gratulierte Bürgermeister Michael Ruf den jungen Sportlern: "Jeder hier ist unglaublich stolz auf sie." Ruf betonte die große Bedeutung des Skisports in der Gemeinde und lobte die tolle sportliche Betreuung durch den SV Baiersbronn. Einen besonderen Dank richtete er an die Familien und das persönliche Umfeld der Sportler.

Auch Landrat Klaus Michael Rückert richtete ein Grußwort an die Spitzensportler. Er bezeichnete Baiersbronn als "Premiumgemeinde", die nicht nur Sterneköche vorweisen könne, sondern auch Weltklasse-Sportler und nun sogar eine Weltmeisterin. Svenja Würth und Manuel Faißt wünschte er neben Erfolg vor allem Spaß am Sport und überreichte ihnen ein kleines Präsent des Kreises.

Für den SV Baiersbronn sprach Uwe Brechenmacher. Er ging neben Manuel Faißt und Svenja Würth auch auf die Spitzensportler ein, die aufgrund einer Verletzung nicht am Weltcup teilnehmen konnten, und betonte den Stellenwert der jungen Sportler im Verein. "In unserem Verein sollte jeder das Gefühl haben, dazuzugehören", sagte Brechenmacher. Dass dies gelingt, zeigten Bilder aus dem Vereinsleben, die Brechenmacher präsentierte.

Gute Stimmung

Für gute Stimmung und einige Lacher sorgte der Vizepräsident des Schwäbischen Skiverbandes Günter Schempp. Er war bei der Weltmeisterschaft in Lahti dabei und erzählte auf lockere Art und Weise von Svenja Würths Sprüngen und dem Medaillengewinn. Dem Landkreis und der Gemeinde schlug er einen Deal vor: "Ihr sorgt für eine gute Anlage, wir schauen nach guten Trainern." Ein Lob für ihre herausragende Arbeit erhielten die Trainer Christoph Klumpp und Klaus Faißt.

Ein Grußwort der besonderen Art stammte von dem Vereinskollegen Andreas Katz. Seine Ski-Saison war noch nicht abgeschlossen, sodass er seine Sportkollegen per Videobotschaft direkt von der Loipe aus grüßte.

Beim eigentlichen Höhepunkt des Abends wurden die jungen Sportler auf die Bühne gebeten. In einem kleinen Video zeigte der Verein die Weltcup-Stationen und Saison-Erfolge. Vor allem Manuel Faißt erreichte während der Saison eine große Steigerung. Lange Zeit war seine Qualifikation für die Weltmeisterschaft unsicher. Schließlich konnte er sich doch gegen die Konkurrenz durchsetzen. Bei der Weltmeisterschaft in Lahti erreichte er einen tollen 17. Platz, im Gesamtweltcup gelang ihm eine Platzierung an 13. Stelle.

Svenja Würth feierte mit der Saison die erfolgreiche Rückkehr nach einem schweren Sturz. 2014 wurde sie bei einer Landung von einer Windböe erfasst und brach sich einen Halswirbel. Mit elf Top-Ten-Platzierungen im Weltcup lässt sie heute keine Zweifel mehr an ihrer Genesung bestehen.

Die Nominierung für den Mixed-Wettbewerb der Weltmeisterschaft kam trotzdem überraschend. Die Leistungsdichte im deutschen Team ist groß. Allerdings sprang Svenja Würth in der Einzelwertung weiter als ihre Konkurrentin. "Ich bin mit der Schanze sehr gut zurechtgekommen, und die Trainer haben schließlich entschieden, nach der Leistung auf dieser Schanze aufzustellen", erzählte sie. Eine gute Entscheidung: Mit Sprüngen von 95 und 95,5 Metern sicherte sie die Goldmedaille für das deutsche Team.

In einer kleinen Podiumsdiskussion sprach Hans-Peter Pohl mit den Spitzensportlern über ihre erfolgreiche Saison, aber auch ihren Sport allgemein. Das souveräne Auftreten von Svenja Würth und Manuel Faißt zeigte, dass solche Auftritte für sie längst zum Alltag gehören.

Finnische Vase

Im Anschluss beschenkten Günter Schempp und Uwe Brechenmacher die Sportler mit einer Vase eines finnischen Künstlers, passend zum Austragungsort der Weltmeisterschaft. Auch die Athleten kamen nicht mit leeren Händen. Sie überreichten dem Verein als Zeichen ihrer Dankbarkeit ein gerahmtes und signiertes Bild.

Mit dem Ende des offiziellen Programms begann der Sturm auf das Büfett. Örtliche Gastronomen versorgten die Gäste mit verschiedenen Köstlichkeiten. Neben schwäbischen Klassikern wie Kässpätzle und Maultaschen und Kartoffelsalat gab es auch exotische Spezialitäten wie einen asiatischen Gemüsesalat. Als Nachtisch wurden süße Törtchen und Pralinen geboten. Verschiedene Käse konnten die Gäste an der großen Käsetheke versuchen.

Die eigentlichen Ehrengäste des Abends fanden allerdings kaum Gelegenheit, das gute Essen zu genießen: Nach der Ehrung folgten Presseinterviews, anschließend die große Autogrammstunde. Umringt von großen und kleinen Skisportbegeisterten schossen die Weltklasse-Athleten Fotos, gaben Autogramme und schüttelten Hände. Manch junge Nachwuchssportler brachten ein Teil ihrer Skiausrüstung mit, um es von ihren großen Vorbildern signieren zu lassen.

Viel Trubel

Der große Trubel nach einem langen Tag war für die Spitzensportler anstrengend, aber auch schön. "Es ist toll zu sehen, wie viele Menschen gekommen sind und wie viel Rückhalt wir im Dorf haben. Da macht es Spaß, auf der Bühne zu stehen", sagte Manuel Faißt. Für die nächste Saison haben die jungen Athleten bereits ein großes Ziel: Die Olympischen Spiele in Südkorea. "Ich möchte unbedingt dabei sein!", sagte Svenja Würth. Bevor allerdings die Vorbereitung für die nächste Saison beginnt, stehen erst einmal Urlaub und Entspannung auf dem Programm.

Die Skispringerin Svenja Würth ist am heutigen Montag im Studio von Landesschau Baden-Württemberg. Im Studio erzählt sie unter anderem, wie es ihr bei der Ski-Weltmeisterschaft erging und wie sie das Trauma ihres Unfalls überwunden hat. Die Landesschau im SWR-Fernsehen in Baden-Württemberg beginnt um 18.45 Uhr. Nach Ausstrahlung ist der Beitrag auch in der SWR-Mediathek (SWRmediathek.de) zu sehen.

 

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