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Baiersbronn Gemeinde schafft Lebensräume für bedrohte Insekten

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Schüler der Grundschule Mitteltal mit (hinten, von links) Niko Züfle, Leiter der Gemeindegärtnerei, Bürgermeister Michael Ruf, Lilli Wahli, Projektmanagerin vom Naturpark, und Lehrerin Anne Dietl. Foto: Heiko Klumpp Foto: Schwarzwälder Bote

Baiersbronn. Die Gemeinde Baiersbronn ist jetzt mit im Boot beim Projekt "Blühender Naturpark".

Seit 2016 engagieren sich der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und der Landesverband Badischer Imker im Rahmen des Projekts "Blühender Naturpark" für mehr ökologische Vielfalt in der Region. Dabei werden Flächen mit heimischen Saatmischungen eingesät, um für Insekten Nahrung und Lebensraum zu schaffen. Rund 65 Städte, Gemeinden, Kreise und Unternehmen aus dem Naturpark haben bisher an dem Projekt teilgenommen.

Schüler packen beim einsäen mit an

Die rund 1600 Quadratmeter große Blühfläche im Kurpark in Mitteltal wurde jetzt von Schülern der örtlichen Grundschule eingesät. Mitarbeiter der Gemeindegärtnerei hatten die Fläche vorbereitet.

Niko Züfle, Leiter der Gemeindegärtnerei, erklärt: "Wir fördern mit dieser Aktion die Biodiversität und unterstützen damit die heimischen Insekten. Die Wiese wird zweimal gemäht, das ist hinsichtlich der Artenvielfalt das Beste. Bereits in der Vergangenheit haben wir ein Staudenbeet mit insektenfreundlichen Pflanzen angelegt. Die Blumenwiese ist die optimale Ergänzung."

Bürgermeister Michael Ruf begrüßt die Aktion: "Das ist ein vorbildliches Projekt. Es ist sehr wichtig, etwas für die Insekten zu tun. Schließlich sind wir Menschen direkt von bestäubenden Insekten abhängig." Besonders freue ihn, dass dieses Projekt im Schulunterricht stattfinden kann.

564 Arten von Bienen, die Hälfte gefährdet

"Mit dem ›Blühenden Naturpark‹ möchten wir den Naturpark blumenbunt machen und die Menschen für die Bedeutung der heimischen Insekten sensibilisieren", erklärt Naturpark-Projektmanagerin Lilli Wahli. "In Deutschland gibt es 564 Arten von Bienen, die Honigbiene ist nur eine davon. Alles andere sind Wildbienen." Über die Hälfte zählen zu den gefährdeten Arten. 147 Arten ernähren sich von einer einzigen Blütenart, weiß Wahli zu berichten. "Schon deshalb ist die Artenvielfalt auch bei den Wildblumen wichtig. Bienen brauchen eine gesunde, durchmischte Natur, dann sind sie selbst gesund", ergänzt Manfred Kraft vom Landesverband Badischer Imker. Vielerorts sei die Artenvielfalt bei den Wildblumen durch moderne Landwirtschaft und intensive Pflege von Grünflächen stark zurückgegangen. Dies wirke sich unmittelbar auf die Vielfalt von Insekten und Vögeln aus.

Neben Kommunen und Landkreisen können auch Unternehmen und Privatpersonen das Projekt als "Blumenwiesenpaten" unterstützen. Informationen gibt es unter www.naturparkschwarzwald.de.

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