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Baiersbronn Finanzkrise inspiriert zu Roman

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Steffen Gaiser hat seinen ersten Fantasy-Roman geschrieben. Foto: Lindner Foto: Schwarzwälder Bote

Baiersbronn-Mitteltal. Steffen Gaiser (35), Diplom-Wirtschaftsinformatiker aus Mitteltal, ein ehemaliger Schüler des früheren Progymnasiums Baiersbronn und Abiturient am Kepler-Gymnasium, hat einen 400 Seiten starken Fantasy-Roman geschrieben, der mit finanz- und wirtschaftspolitischem Bezug Aktuelles aus der Gegenwart zu erklären versucht. Im Interview gibt Steffen Gaiser Einblicke in seine Arbeit als Autor.

Herr Gaiser, wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Ich glaube, dass ich in erster Linie über das Lesen zum Schreiben gekommen bin. Während meiner Schulzeit habe ich schon eine Unmenge von Büchern verschlungen. Irgendwann war es mir dann zu wenig, nur zu konsumieren. Ich wollte etwas zu diesem Literatur-Kosmos beitragen. Also fing ich an, selbst zu schreiben. Allerdings fand ich erst nach meinem Abitur zu meiner Form und meiner eigenen "Erzählstimme".

Was fasziniert Sie an Fantasy-Literatur?

Am Fantasy-Genre fasziniert mich, dass sich aktuelle Themen in vereinfachter Form auf eine frei erfundene Welt übertragen lassen. Dadurch lässt sich mit Ideen und Problemen ganz anders umgehen. Außerdem finde ich es erstaunlich, was sich Autoren alles ausdenken, um ihre Welt zu bevölkern und auszugestalten. Der Fantasie sind in dieser Hinsicht wirklich keine Grenzen gesetzt. Gerade die griechische Mythologie ist hierfür das beste Beispiel: Die abenteuerlichen Geschichten aus der Antike, die stets mit einer Lehre verbunden sind, beschäftigten uns selbst heute noch.

Ist der Roman Ihre erste literarische Veröffentlichung?

Nein. Davor habe ich an verschiedenen Ausschreibungen teilgenommen. Auf diese Weise gelang es mir, unter meinem richtigen Namen zwei Veröffentlichungen beim Arcanum Fantasy Verlag zu erzielen: 2007 die Kurzgeschichte "Die Bestimmung" in der Anthologie "Flammende Seelen – Mystische Schriften 2" und 2010 den Kurzroman "Das Turnier von Eskendrion – Weltenwanderer VIII".

Wie lange haben Sie an dem Roman geschrieben?

Die Anfänge des ursprünglichen Romans reichen bis ins Jahr 2011 zurück. Allerdings ist von der damaligen Rohfassung kaum noch was übrig geblieben. Ab 2015 nahm der Roman seine endgültige Gestalt an. Im Januar 2018 folgte dann die Veröffentlichung als Self-Publisher. Insgesamt habe ich rund zwei Jahre lang daran gearbeitet – mit längeren Pausen dazwischen.

Was war der Anlass, der Anstoß zu diesem Roman?

Den Anstoß zu diesem Buch gaben meine Recherchen bezüglich der Finanzkrise 2007. In diesem Zusammenhang befasste ich mich mit Derivaten und Termingeschäften. Da ich keine Literatur fand, die dieses Thema anschaulich und verständlich erklärte, kam mir die Idee, diese Finanzinstrumente in den Mittelpunkt meines Romans zu stellen. Ich wollte aufzeigen, warum es Termingeschäfte überhaupt gibt, was ihr Zweck ist und wie diese Werkzeuge missbraucht werden können. Dabei stütze ich mich teilweise auf historische Begebenheiten.

Gibt es Vorbilder?

Ein großes Vorbild für mich ist der Fantasy-Autor George R.R. Martin. Sein Buch "Die Herren von Winterfell" (Game of Thrones) hat mir gezeigt, wie eine Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln spannend erzählt werden kann – und wie wichtig geistreiche Dialoge für die Handlung sind. Ansonsten gehört der Autor Michael Crichton mit seinen Werken zu meinen Favoriten.

Haben Sie sich beruflich eine Auszeit für das Schreiben genommen?

Ich habe mir schon mehrere kreative Auszeiten gegönnt, um längere Reisen unternehmen zu können. Im Anschluss habe ich stets die Gelegenheit wahrgenommen, um an meinem Schreibstil und meinem ersten Roman zu feilen. Ich nutzte sogar die Möglichkeit, um bei einem Buchverlag in Hamburg ein Praktikum zu machen, um ein Gespür dafür zu bekommen, worauf dort Wert gelegt wird.

Wieso das Pseudonym Rodrik Andersen?

Einerseits hatte ich das Gefühl, dass sich mein gewähltes Pseudonym auf einem Cover besser "verkaufen" lässt. Zum anderen wollte ich meine Arbeit als Autor von meiner hauptberuflichen Arbeit als IT-Berater und -Entwickler trennen. Zusammenfassend sah ich es als ein willkommenes Experiment an.

Ist eine Fortsetzung geplant?

Die Reihe "Die Chronik von Calveron" ist als Zweiteiler angelegt. Noch in diesem Jahr wird der abschließende zweite Teil als Taschenbuch und E-Book erscheinen. Die Fragen stellte Gerhard Lindner

Das BUCh: "Die Chronik von Calveron: Der Absolvent", Taschenbuch, Rodrik Andersen, 12,99 Euro, E-Book 2,99 Euro, ISBN 978-3-7450-8074-2; Homepage des Autors: www.rodrikandersen.de.

(gl). Aktuelle Themen aus der Finanz- und Wirtschaftspolitik greift Steffen Gaiser in seinem Debütroman "Die Chronik von Calveron: Der Absolvent" auf – verwoben in einer im Mittelalter spielenden Fantasy-Geschichte.

In der Geschichte geht es um den jungen Studenten Craig Privos, der ein Termingeschäft entwickelt, das ein gerissener Geschäftsmann für seine eigenen Zwecke missbraucht, wodurch das wirtschaftliche Gefüge im Königreich Calveron aus dem Gleichgewicht gebracht und der Staat ins Chaos gestürzt wird. Der Roman zeigt in vereinfachter Form, welche Auswirkungen wirtschaftliche Verflechtungen auf eine Gesellschaft haben können. Bei dem Roman handelt es sich nicht um einen klassischen Fantasy-Roman, da in der Geschichte auf Fabelwesen und Magie verzichtet wird. Durch Bezugnahme auf historische Vorkommnisse wird die Verbindung zur Gegenwart hergestellt. In einer frei erfundenen, mittelalterlichen Welt werden aktuelle Probleme aufgegriffen sowie Zusammenhänge und Lösungsansätze aufgezeigt.

Der Roman besticht durch seine lebendigen Dialoge, den spannenden roten Faden und eignet sich für Leser ab 16 Jahren.

 
 

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