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Baiersbronn Familie Dussle züchtet Alpakas

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Pascal Dussle mit einem seiner Tiere. Foto: Braun

Baiersbronn-Heselbach - Eigentlich hatte Familie Dussle aus Heselbach nur eine einfache Art gesucht, den steilen Hang hinter ihrem Anwesen mit Tieren zu beweiden. Herausgekommen ist eine Alpaka-Zucht mit mittlerweile 27 Tieren.

Wer von Klosterreichenbach nach Heselbach fährt, kann von der Bundesstraße friedlich grasende Alpakas sehen. In einem neu gebauten Stall werden die Tiere artgerecht gehalten und können jederzeit ihren Unterstand verlassen, um auf der Wiese zu grasen.

Kaum wird die Tür zum Stall aufgemacht, schauen neugierige Augen die Besucher aus niedlichen Gesichtern an. Die intelligenten, sensiblen und ruhigen Tiere haben ihren Ursprung in Südamerika und werden als die kleinen Geschwister der Lamas bezeichnet.

Eine Herde aus Brandenburg

Nach Heselbach kamen sie eher durch einen Zufall, denn die lauten Schafe, die früher das Hanggrundstück beweideten, hatten zu Beschwerden geführt. "Also mussten wir nach anderen lebenden Rasenmähern Ausschau halten", erinnert sich Pascal Dussle an die Anfänge. Als er und sein Vater im Jahr 2014 erstmals mit den Alpakas in Kontakt kamen, war die Idee, sie zu halten, schnell geboren. Nach einigen Informationen über die Tiere hatten die Dussles im Januar 2015 die Möglichkeit, eine komplette Herde aus Brandenburg zu kaufen. "Ein Zuchtrichter verkaufte die Tiere, und so hatten wir das Glück, gleich zu Beginn sehr hochwertige Tiere zu bekommen", erzählt Pascal Dussle, der mit der Zeit selbst viel Erfahrung sammeln konnte.

Als das erste Fohlen der "Selva Negra Alpakas" (Schwarzwald Alpakas) in Heselbach geboren worden war, war der Einstieg in die Zucht gemacht. "Wir erfuhren von einem befreundeten Züchter, dass es vier wichtige Shows in Deutschland für Alpakas im Jahr gibt. Dort werden die Tiere bewertet und können Preise bekommen", so Pascal Dussle. Als dann das kleine "Showteam" aus Heselbach bei den Veranstaltungen in Göppingen, Buchloe, Bayreuth und Alsfeld im vergangenen Jahr erste und zweite Plätze holen konnte, stand für die Züchter endgültig fest, noch tiefer einzusteigen.

Wolle wird auf Hof verkauft

"Unser Ziel ist, hochwertige, farbige Huacaya Alpakas zu züchten", sagt Pascal Dussle. Mit 27 Tieren gehört die Zucht der Dussles eher zu den kleineren in Deutschland. Zur Zucht kommt die Wolle. Sie wird zu zahlreichen Produkten in Fremdbetrieben verarbeitet und auf dem Hof der Dussles verkauft.

Das Alpaka werde auch in der Therapie eingesetzt und werde als ›Delfin der Weide‹ bezeichnet. Durch ihre Ruhe und Gemütlichkeit hätten die Tiere eine beruhigende Wirkung auf die Menschen, und so würden die Wanderungen mit ihnen auch immer beliebter. "Wir werden in Zukunft verstärkt Wanderungen anbieten, da diese immer öfter nachgefragt werden", sagt Dussle.

Die treu blickenden Tiere würden auch gerne zu Hochzeiten oder anderen Feierlichkeiten als Fotomotive gebucht. "Allerdings mögen es Alpakas nicht so gerne, angefasst zu werden. Sie sind keine Schmusetiere. Doch die Gefahr, von Alpakas angespuckt zu werden, ist sehr gering", so der Züchter. Einmal pro Jahr werden die Tiere geschoren, und das weiche "Vlies" kann zu hochwertigen Produkten verarbeitet werden.

Insgesamt sei die Haltung der Tiere nicht sonderlich aufwendig, betont Pascal Dussle, es sei denn, der Nachwuchs werde nicht von der Mutter angenommen, oder ein Tier ist krank. "Wenn wir ein Junges mit der Flasche aufziehen müssen, heißt es alle vier Stunden füttern."

Mit dem Schwarzwaldklima haben die Tiere keine Probleme. Da sie ursprünglich aus den Hochgebirgen stammen, können sie sich der Jahreszeit entsprechend anpassen. "Das teuerste Alpaka wurde für 580 000 Euro in Amerika verkauft. Dort ist der Markt riesig und die Tiere sehr beliebt", erzählt der Vater von Pascal Dussle, Axel Dussle, der zusammen mit seiner Familie die Zucht betreibt. "Wir haben sehr viel Spaß an den Tieren und freuen uns, dass sie sich hier so wohl fühlen", so Pascal Dussle.

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