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Baiersbronn Erzieher brauchen ganz schön gute Nerven

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Jeder war mal Kind. Aber kann deswegen jeder mit Kindern umgehen? Mehrere Schülern haben’s ausprobiert. Ihre Erlebnisse und Erkenntnisse: Ein Kindergarten hat positive und negative Seiten. Dieser Beruf ist wirklich nix für Leute mit schwachen Nerven oder jene, die keinen Spaß daran haben, Kinder auf die Grundschule vorzubereiten. Am ersten Tag hat man auch Angst, etwas falsch zu machen, aber das vergeht schnell. Man braucht viel Geduld, um den Kindern alles ganz genau zu erklären, damit sie es richtig machen.

Am ersten Tag gucken die Kinder einen komisch an, da sie einen nicht kennen, aber nach einer gewissen Zeit wollen sie mit einem Spiele spielen, malen oder basteln. Es ist schön zu sehen, wie glücklich die Kinder miteinander spielen und zu wissen, dass wir alle mal so klein waren und damals "Große" auf uns aufgepasst haben. Witzig. Wenn wir damals genau so laut waren, dann entschuldigen wir uns echt. Rückenschmerzen kommen ab und zu auch vor, da man sich bücken muss, da alles kleiner ist als gewohnt. Die Lautstärke ist anders als üblich, aber man gewöhnt sich daran. Es ist schön zu sehen, wie die Kinder Stück für Stück Neues erleben und groß werden. Durch Kinder erfährt man auch viel Neues.

Ersatzmütter

In der Kinderkrippe gibt es Vor- und Nachteile. Man muss jeden Morgen immer früh in der Kinderkrippe sein, damit man schon alles vorbereiten kann. Dann kommen nach und nach alle Kinder, dann wird es etwas stressig. Man muss die Büroarbeit machen und sich gleichzeitig um die Kinder kümmern. Aber meistens sind es zwei bis drei Erzieherinnen.

Wenn dann alle Kinder da sind, wird erst einmal gespielt und gesungen. Danach haben meistens alle Hunger. Bis dann alle Kinder am Tisch sitzen, ist es auch noch mal stressig. Nach dem Essen werden dann alle gewickelt, bekommen ihren Schlafanzug an und werden in die Bettchen gelegt. Solange die Kinder schlafen, können die Erzieherinnen noch den Rest ihrer Büroarbeit erledigen und aufräumen. Je nach dem schlafen die Kinder zwischen anderthalb und zweieinhalb Stunden. Wenn sich aufgewacht sind, werden sie wieder angezogen. Wenn noch etwas Zeit bleibt, geht man mit ihnen in den Garten und wartet, bis die Eltern um Abholen kommen.

Kindergarten-Alltag

Abwechslungsreich, anstrengend, aber auch sehr schön – Kindergarten-Alltag aus der anderen Perspektive. "Jetzt bist du aber nicht mehr meine Freundin." Diesen Satz hat man im Kindergarten oft gehört. Doch wie geht man damit um? Das durfte ich erleben: den normalen Alltag, aber auch alles Drumherum. Erzieherin zu sein heißt, nicht nur Spielgefährte und "Freundin" sein, sondern auch Psychologe, Vertrauensperson und Chefin. Klar, man hat viel Verantwortung, jedoch ebenfalls die Aufgabe, den Kindern Regeln beizubringen und ihnen zu erklären, was man machen darf und was nicht. Wenn ich morgens in den Kindergarten kam, kamen schon die ersten Kinder auf mich zu und wollten mit mir spielen, malen, basteln – und am Besten alle gleichzeitig.

Oft enttäuscht man dann die Kinder, wenn man doch nicht mit ihnen spielen kann. Untereinander fallen solche Sätze: "Jetzt bist du aber nicht mehr meine Freundin." Und hier fängt der Beruf der Erzieherin an, die den Kindern erklärt, dass man danach doch auch noch mit jemand anderem ein Spiel spielen kann. Das ist manchmal ganz schön anstrengend. Nachdem das Freispiel beendet war, wurde Morgenkreis gemacht, gesungen und erzählt. Anschließend wurde zusammen gegessen. Wobei die Erzieherinnen erst essen können, wenn alle Kinder versorgt, die Flaschen geöffnet sind und das Obst geschnitten ist.

Danach wurden Hände gewaschen und Zähne geputzt. Wenn gutes Wetter war, gingen wir raus, sehr zur Freude der Kinder. Als die Kinder weg waren, wurde sauber gemacht. Erst als alles fertig war, konnten wir gehen. Natürlich ist das der Beruf der Erzieherin, vielleicht auch ihre Berufung, aber man darf die Arbeit "dahinter", die sehr engagiert und sorgfältig ausgeführt wird, nicht unterschätzen. Während meines Praktikums habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt. Ich war selbst in diesem Kindergarten und ich hatte gedacht, ich weiß, wie es dort ist. Aber aus der Erzieher-Perspektive ist es doch ein anderer Tag als für die Kinder. Vor der Woche hatte ich Angst, weil ich nicht wusste, was ich mit den Kindern machen würde, und war ziemlich aufgeregt am ersten Tag. Doch den Kindern war das egal, sie haben sich gefreut, dass ich da war und mit ihnen gespielt haben. Denn Kinder urteilen nicht nach dem Aussehen. Oftmals reicht ein Lächeln, und die Kinder schließen dich sofort ins Herz.

Rückblickend kann ich sagen, dass es mir sehr viel Spaß gemacht hat, mit den Kindern zu arbeiten und zu basteln. Ich wäre gerne noch länger geblieben. Doch ich habe auch großen Respekt vor den Erzieherinnen. Für jedes Kind gleichermaßen da zu sein, alle gleich zu behandeln, ob deutsch oder nicht, ob klein, groß, aufgeweckt oder zurückhaltend – das ist nicht leicht.

Manchmal braucht das Mut und Durchhaltevermögen. Man hat Verantwortung und muss durchgreifen können – aber wenn man sieht, wie glücklich und dankbar die Kinder sind, lohnt sich die Arbeit, die man in die Vorbereitung und in das Kind steckt, allemal.

Erzieherin – ein Beruf für jeden?

Der Beruf einer Erzieherin/Erzieher ist nicht einfach. Man muss auf sehr viele Kinder gleichzeitig aufpassen und allen gerecht werden. Als ich das Praktikum im Kindergarten gemacht habe, habe ich gleich gemerkt, dass es eine Praktikantin nicht leicht hat. Ich kannte die Kinder nicht, und die Kinder mich nicht.

Allerdings hatten die Kinder keine Hemmungen, gleich auf mich zuzukommen. Sie wollten mit mir basteln, in der Puppenecke, in der Bauecke und sonst wo spielen. Allerdings ist dies nicht so einfach, wenn fünf oder mehr Kinder mit mir spielen wollen! Die Kinder testen auch viel aus, um die Grenzen kennenzulernen. Andererseits steckt einen das Lachen der glücklichen Kinder an. Die Kinder wollten mich immer begleiten, egal ob ich auf die Toilette oder meinen Aufgaben nachgehen wollte. Dies empfand ich nach einer gewissen Zeit als störend. Man braucht hin und wieder schon starke Nerven, denn die Kinder können manchmal quengelig, anstrengend und laut sein. Wir waren sehr oft draußen im Garten. Die Kinder können sich durch Fußball, Fange und andere Spiele richtig austoben. Für diesen Job braucht man gute Nerven, Einfühlungsvermögen und viel Verständnis. Es war für mich eine tolle Erfahrung und ein Erlebnis.

Doch ein schwerer Beruf?

Schreiende, fröhliche und anstrengende Kinder – das ist der alltägliche Beruf des Erziehers in einem Kindergarten. Um Erzieher zu werden, muss man gute Nerven haben, da es immer laut und anstrengend ist. Die Erzieherinnen müssen meist sechs Stunden pro Tag arbeiten, jedoch sind manche Kindergärten auch ein bis zwei Mal in der Woche nachmittags geöffnet. Hauptaufgabe ist es, mit Kindern zu spielen und zu basteln, aber auch Konflikte zu lösen oder die Kinder zu trösten. Man übernimmt auch Verantwortung für ein Kind. Es ist ein ziemlich anstrengender, aber auch witziger Job.

Ein Erzieher muss freundlich gegenüber den Kindern sein, eine höfliche Ausstrahlung zeigen und soziale Kompetenzen besitzen. Man muss auch den Kindern helfen, sich die Schuhe oder die Jacke anzuziehen. Manchmal unternimmt man auch etwas mit den Kindern, zum Beispiel einen Ausflug in den Wald oder einen Gottesdienst besuchen. Man kann mit den Kindern viel Spaß haben. Bei Streit oder Problemen muss man sich hingegen gut in sie hineinversetzen können und gemeinsam mit ihnen nach einer Lösung suchen. Der Beruf des Erziehers ist ein vielseitiger Beruf mit vielen spaßigen, aber auch aufreibenden Situationen. Man kann mit den Kindern Momente erleben, die man nicht mehr vergisst! Wer sich dafür interessiert, kann ein freiwilliges Praktikum machen, um zu erfahren, wie es sich anfühlt.  Die Autoren besuchen die Klasse 8a der Johannes-Gaiser-Realschule in Baiersbronn.

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