Proben im Klosterinnenhof in Klosterreichenbach: Ortsvorsteher Karlheinz Nestle (hinten, links) und Joachim Wolf (hinten, rechts) sehen den Hauptdarstellern zu: (von links) Serdal Varol, Ursula Koelblin, Otto Gaiser und Petra Faißt. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder-Bote

Studiobühne setzt beim Sommertheater auch diesmal auf das Ambiente des Klosterhofs

Von Monika Braun Baiersbronn-Klosterreichenbach. Schon seit einem halben Jahr probt das eingespielte Ensemble der Neuen Studiobühne für sein neues Sommertheaterstück, das unter der Regie von Joachim Wolf zu einem kompletten Ganzen heranreift.Joachim Wolf hat für seine rund 30 Akteure das Shake- speare-Stück "Wie es Euch gefällt" ausgewählt und feilt derzeit an der ansprechenden Umsetzung der Komödie, deren delikates Verwirrspiel der Liebespaare für turbulente Szenen sorgt.

"Natürlich sind auch wieder Überraschungen in das Stück eingeflochten, das dieses Mal vom Stil her einen zeitloseren Charakter hat", so Wolf. Eine Mixtur aus Alt und Neu, die aber auch historisch angelehnt ist, und eine Spieldauer von rund zwei Stunden haben wird.

Insgesamt neun Vorstellungen – an den ersten drei Juli-Wochenenden – sind geplant, dabei ist der Klosterinnenhof der Münsterkirche in Klosterreichenbach zum zweiten Mal Spielort der Neuen Studiobühne. Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, kann ins angrenzende Gemeindehaus ausgewichen werden.

Joachim Wolf, der mit seiner Truppe schon an einigen Orten der Gemeinde Stücke aufgeführt hat, ist besonders vom "unbezahlbaren" Klosterhofambiente und der guten Unterstützung der Dorfgemeinschaft und der Kirche angetan. "Toll ist es, dass sich alles so gut ergänzt, das war aber auch an den anderen Spielorten so. Hinzu kommt, dass in Klosterreichenbach die Anfahrmöglichkeiten sehr gut sind und wir durch entsprechende Abgrenzung einen eigenen Theaterraum schaffen können", so der Regisseur. Vor den Vorstellungen und in der Pause sind auch dieses Jahr die Klosterreichenbacher Vereine für die passende Theater-Gastronomie zuständig.

Zurzeit laufen die Vorbereitungen und die Proben, die drei bis vier Mal die Woche stattfinden, auf Hochtouren, um die Premiere am Freitag, 6. Juli, ab 20.30 Uhr mit Erfolg zu krönen. In Kostümen aus eigenen Beständen oder aus einem Theaterfundus proben nicht nur die Hauptdarsteller, sondern das gesamte Team mit Eifer ihre Rollen.

Von der Maske über das Bühnenbild bis hin zur Technik ist der bewährte Stamm im Einsatz, bei dem es so gut wie keine Fluktuation gibt. Der Teamgeist sei hervorragend, so Wolf. "Eher liegt das Problem darin, jedes Jahr wieder ein Stück zu finden, bei dem alle eingesetzt werden können."

Derweil proben unter den Augen des Regisseurs, mit Ortsvorsteher Karlheinz Nestle als Zaungast, Serdal Varol als Orlando und Ursula Koelblin (Rosalind) überzeugende Ohnmachtsanfälle und schmachtende Blicke. Otto Gaiser (Oliver) spielt den unsympathischen Kerl, während Petra Faißt (Celia) ganz an ihrer Rolle der treuen Freundin feilt.

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