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Baiersbronn Einbau der Umleitungsbrücke großes Spektakel

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Mit einem Schwerlastkran wurden am Donnerstag die Teile der Umleitungsbrücke über die Murg eingehoben. Foto: Michel

Baiersbronn - Die Regie hat gepasst, alles lief wie am Schnürchen: Die Umleitungsbrücke über die Murg ist seit gestern an ihrem Platz. Sie soll bis zum Ende der Bauarbeiten auf der Bundesstraße 462 im Kernort für die Umleitung des Verkehrs genutzt werden.

Großes Spektakel am Donnerstagmorgen an der Murg: Beobachtet von etlichen Zaungästen wird die neue Umleitungsbrücke über die Murg eingehoben. In der Nacht war der Schwertransport angekommen. Wie geplant folgt ab 6 Uhr der Aufbau des Krans, ab 8 Uhr das Einheben der Brückenteile. Das sind echte Kolosse mit einer Länge von jeweils 24 Metern und einem Gewicht von jeweils 29 Tonnen.

"Es war eine unruhige Nacht", sagt Bernd Oesterle, Sachgebietsleiter Tiefbau und Baubetriebshof, der wie Bauamtsleiter Thomas Kuntosch schon seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen ist. Denn am Schluss sei es trotz aller Planung spannend, ob alles genau so auch passt. So eine "Hochzeit", also das Verschmelzen von Brückenteilen und Widerlager, sei immer spannend, sagt auch Bauamtsleiter Thomas Kuntosch.

Acht Stunden waren die beiden Brückenteile, die aus Holland angeliefert wurden, unterwegs. Länge und Breite der Teile sowie der Standort der Widerlager waren im Vorfeld aufeinander abgestimmt worden. Mit diesem System, so Oesterle, sei es möglich, freitragende Brücken bis auf 40 Meter zu spannen.

Tonnenschwere Teile schweben wie Leichtgewichte ein

Über den Neumühleweg und die Brücke, für die nun noch der Asphalt als Übergang zur Straße eingebaut werden muss, soll ab 2. Mai einspurig der Verkehr aus Richtung Freudenstadt in Richtung Rastatt geführt werden, während die Bauarbeiten auf der eigentlichen Murgbrücke einspurig laufen. Der Verkehr aus Richtung Rastatt läuft dann weiter über die jeweils freie Spur der alten Brücke. Bei den Arbeiten läuft alles reibungslos. Wie ein Leichtgewicht schwebt nach dem Einheben des ersten Brückenteils schließlich auch der zweite Koloss über der Murg an, um punktgenau an seine Stelle bugsiert zu werden, wo die Teile dann durch Verschweißen mit dem Widerlager verbunden werden.

Ein großes Lob gibt es für alle beteiligten Baufirmen und Mitarbeiter dafür, dass alles so gut und in so kurzer Zeit geklappt hat. "Sie alle haben meine volle Hochachtung", sagt Kuntosch. Und auch Oesterle ist froh, dass die Aktion trotz großen Zeitdrucks so gut gelaufen ist. Sogar das Wetter habe mitgespielt.

Verkehr rollt am Nachmittag wieder

Schon am Vormittag sind die Arbeiten soweit abgeschlossen, dass am frühen Nachmittag der Verkehr wieder über die Murgtalstraße rollen kann, die im Bereich des Gasthofs Brücke voll gesperrt worden war.

Bereits am Tag zuvor, am Mittwoch, war eine Fußgängerbrücke über den Forbach in Höhe des Baustellenbüros eingehoben worden. Sie stand zuvor in Mitteltal, wo sie nicht mehr benötigt wurde, und soll nun als sichere Verbindung vom Oberdorf ins Unterdorf und damit auch für den Weg zur Grundschule dienen und zugleich die Fußgänger aus der Baustelle heraushalten. Da Fußgänger die Schwächsten unter den Verkehrsteilnehmer seien, gelte es, diese auch besonders zu schützen, stellt Kuntosch fest.

Wie die große Brücke am Neumühleweg soll auch die kleine Fußgängerbrücke bis zum Ende des Jahres ihren Dienst als Umleitung tun. Denn dann sollen die Bauarbeiten auf der Ortsdurchfahrt gelaufen sein: "Die Firma Reif hat uns versprochen, dass die Baustelle auf der Bundesstraße 462 dieses Jahr abgeschlossen wird", sagt Kuntosch.

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