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Baiersbronn Ein Vorbote der Gartenschau

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Einen Ahornbaum pflanzten in Klosterreichenbach (von links) Gemeindetagspräsident Roger Kehle und Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. Katrin Schindele und Bürgermeister Michael Ruf wässerten den Vorboten der Gartenschau. Foto: Büro Fuchtel Foto: Schwarzwälder Bote

Einen stattlichen Ahornbaum hat Roger Kehle, Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg, im Vorfeld der Gartenschau 2025 in Klosterreichenbach gepflanzt.

Baiersbronn-Klosterreichenbach. Bei der Pflanzaktion ging der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel dem prominenten Gast aus Stuttgart zur Hand. Bürgermeister Michael Ruf und die örtliche CDU-Vorsitzende Katrin Schindele griffen zur Gießkanne.

Den Standort vor dem künftigen Pflegeheim in Klosterreichenbach hatte Nico Züfle von der Gemeindegärtnerei bereits sorgfältig vorbereitet. In der Bahnhofstraße sollen im Rahmen der Klimaschutzaktion "1000 Bäume für 1000 Kommunen" des Gemeindetags noch mehr Bäume gepflanzt werden, wie der Gärtnermeister berichtete.

Im Rathaus zeigte sich der Präsident, der auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Fuchtel zu einem "Zukunftsgespräch" (siehe Info) und auch wegen der Gartenschau in die Murgtal-Gemeinde gereist war, anschließend vom Masterplan für die Gartenschau beeindruckt. "Das wird richtig gut", war Kehle laut einer Pressemitteilung aus Fuchtels Büro überzeugt. Baiersbronn sei als Tourismusgemeinde ohnehin schon auf einem beeindruckenden Weg. Es sei jetzt an der Zeit, in die Städte und Gemeinden nachhaltig zu investieren, sagte der prominente Gast, "denn gegen die Krise können wir nicht ansparen".

Fuchtel sprach von einem "Impuls für die Ewigkeit", den die Gartenschau in Freudenstadt und Baiersbronn auslösen werde. Der CDU-Politiker ist sich sicher, dass die beiden Kommunen von der Veranstaltung langfristig auch im Tagestourismus nachhaltig profitieren können. Dazu seien natürlich Ideen gefragt. "Wir werden das brauchen, um die hervorragenden Destinationen noch besser und vor allem abwechslungsreicher zu machen", sagte Fuchtel. Allerdings sei es auch wichtig, sich heute schon darüber Gedanken zu machen, wie man die Gartenschau in den Jahren danach sinnvoll und nachhaltig für das langfristige Gesamt-Marketing nutze.

Ruf: "Wir sind bereit!"

Bürgermeister Michael Ruf zog ein Resümee über die Unterstützung durch den Gemeindetag in Corona-Zeiten und dankte dem Präsidenten ausdrücklich. Das Lagezentrum auf Landesebene sei immer gut vorbereitet gewesen "und hat uns die Arbeit wesentlich erleichtert", sagte er. Deshalb "war die Arbeit des Gemeindetags für uns sehr wertvoll und eine große Hilfe, um mit der Situation richtig umzugehen".

Aktuell sei Baiersbronn auf einem guten Weg, um das anstehende Großprojekt in die richtige Richtung zu lenken: "Wir sind bereit für die Gartenschau!", betonte Ruf. Auch wenn man den Gemeindehaushalt wegen Corona habe abspecken müssen, wolle man doch 15 Millionen Euro in das Projekt investieren, von dem man zusätzliche Impulse für die Weiterentwicklung Baiersbronns erwarte.

Angedacht sei, die Gartenschau mit modernen Mobilitätskonzepten zu verknüpfen, berichtete Katrin Schindele. Dazu mache sich der Gemeinderat schon Gedanken.

Zum Abschluss seines Besuchs trug sich Roger Kehle noch ins goldene Buch der Gemeinde ein.

In Ruhe über Zukunftsfragen beraten – das hatten sich Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel und Gemeindetagspräsident Roger Kehle für den Besuch in Baiersbronn vorgenommen. "Es ist jetzt viel Geld unterwegs, und das muss auch vor Ort ankommen", sagte Fuchtel.

Konkret ging es laut einer weiteren Mitteilung aus Fuchtels Büro bei dem "Zukunftsgespräch" um die Umsetzung der Ziele des Bundes, wie sie im Zukunftspaket niedergelegt sind, und die Bereitstellung zusätzlicher Milliarden Euro der EU. Hier versicherte Kehle aktives Mitwirken der Kommunen, damit "die PS auch auf die Straße kommen". Fuchtel: "Die Pläne sind ehrgeizig und werden einige gemeinsame Kraftanstrengungen erfordern, damit es rechtzeitig zu Impulsen kommt. Wir können uns leider keine Verschnaufpause leisten. Daher sind Gespräche zwischen den verschiedenen Ebenen jetzt die vordringende Aufgabe."

Einen Vollzug konnte Kehle bereits melden: Die Verhandlungen mit dem Land über den Ausgleich von Gewerbesteuerausfällen seien günstig verlaufen. Bund und Land hätten eine Summe um 1,8 Milliarden Euro zugesagt, damit die Ausfälle in der jetzt akuten Phase übernommen werden. Kehle: "Für uns Kommunen heißt das, dass die eingeleiteten Investitionen nicht gestoppt werden müssen." Die Kommunen würden vor zusätzlichen Schulden bewahrt, betonte Fuchtel. "Das Paket greift stark zugunsten der kommunalen Infrastruktur mit den Schwerpunkten Öffentlicher Personen-Nahverkehr, Elektrifizierung der Bahn, Mobilfunkempfang, Überbrückungshilfen für den kleineren Mittelstand, Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Entlastung von Sozialausgaben, Investitionen in Kinderbetreuung, Gebäudesanierung und Verbesserung des öffentlichen Gesundheitswesens. "Das Programm passt", sagte Kehle. "Damit können wir Kommunen was anfangen."

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