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Baiersbronn Ein arabischer Mokka am Grab

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Zum 180. Geburtstag Julius Eutings wird an der Euting-Grabstätte wieder Mokka ausgeschenkt. Foto: Julius-Euting-Gesellschaft Foto: Schwarzwälder Bote

Baiersbronn/Ruhestein. Zum 180. Geburtstag von Julius Euting wird am Donnerstag, 11. Juli, wieder bei der Euting-Grabstätte auf dem Ruhestein allen Besuchern ein arabischer Mokka angeboten. Genauso, wie sich das Euting in seinem Testament für seinen Geburtstag gewünscht hat.

In seinem in der Universitätsbibliothek Tübingen verwahrten Reisetagebuch über seine Reise nach Inner-Arabien schildert er ausführlich, wie umständlich und fast zeremoniell an den Feuerstellen Arabiens ein echter Beduinen-Mokka zubereitet wird. Das Zusehen und Warten ist für die Söhne der Wüste ein Teil des Genusses. Für sie gibt es keinen Besuch und keine Einladung ohne einen Kaffee aus den kleinen henkellosen Tässchen, so die Julius-Euting-Gesellschaft in der Ankündigung der Veranstaltung.

Diesen Brauch und den Kaffegenuss schätzend, entsprang vermutlich der Wunsch, an seiner Grabstätte, auf einer der schönsten Waldeshöhen im Schwarzwald mit Blick auf den Wildsee, eine Tasse arabischen Mokka auszugeben. Die Grabstätte Eutings befindet sich direkt am Westweg oberhalb des Wildsees etwa drei Kilometer vom Ruhestein entfernt Richtung Seibelseckle/ Darmstädter Hütte.

Mitglieder der Julius-Euting-Gesellschaft werden an diesem Tag allen Wanderern, die das Grab Eutings an dessen Geburtstag besuchen, in der Zeit von etwa 14.30 bis 17 Uhr ein kostenloses Tässchen Mokka mit Wassertrunk anbieten. Dieser Geburtstagsmokka ist inzwischen zu einer Tradition geworden. Dazu gibt es in unterhaltsamer Form Geschichten, Anekdoten, Wissenswertes zu Euting und dessen Wirken diesseits und jenseits des Rheins sowie im Orient.

Julius Euting, gebürtiger Stuttgarter, war Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek in Straßburg, Arabienreisender, Sprachforscher und großer Förderer des Schwarzwaldvereins und des Vogesenclubs. Er wurde auch "Ruhesteinvater" genannt.

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