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Baiersbronn Eifrige Schatzsucher werden am Ende fündig

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Raus in die Natur ging es beim Ferienprogramm in Baiersbronn. Fotos: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Auch in besonderen Zeiten wird das Ferienprogramm der Schulsozialarbeiterin Britta Müller gut angenommen. Lange Zeit war gar nicht sicher, ob es in diesem Sommer ein solches Angebot in den Ferien geben wird.

Baiersbronn. Geplant hatte Britta Müller schon in der Zeit der Schulschließung. Doch dann kam alles anders. Das ganze Programm musste umgeplant werden. Schließlich sollten alle Corona-Sicherheitsbestimmungen gewährleistet sein. Mit einem ganz neuen Plan und neuen Ideen wurde relativ kurzfristig ein neues Ferienprogramm auf die Beine gestellt.

Alle Programmpunkte sollten nach Möglichkeit in der Natur und somit an der frischen Luft stattfinden. Enge Räume und auch Ausflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln wurden bewusst vermieden, heißt es weiter in einem Bericht der Schulsozialarbeiterin über die erste Woche.

Das Motto des zweiwöchigen Ferienprogramms, das jeweils für eine Woche gebucht werden konnte, lautet "Auf die Berge fertig los". Dabei war das erklärte Ziel der Schulsozialarbeiterin Britta Müller und ihres bewährten Helferteams, zu dem ihre Kollegin an den weiterführenden Schulen, Tina Dieterle, und Jugendreferentin Elke Peterson gehören, dass die Kinder die nähere Umgebung besser kennenlernen und dabei noch mit vielen anderen Überraschungen erleben können. Auch Praktikantinnen und Ehrenamtliche wurden gefunden, die die Kinder in der ersten Woche betreuten. 40 Kinder waren in der ersten Ferienwoche dabei. Mehr als 20 Interessierten habe leider abgesagt werden müssen, oder sie seien auf die zweite Woche verwiesen worden, so Britta Müller. Dies zeige einmal mehr, wie wichtig eine Betreuung in den Ferien sei – gerade in dieser besonderen Zeit. Denn die Eltern seien in den zurückliegenden Wochen enorm gefordert gewesen.

Mit einer Schatzsuche startete die erste Woche. Unterwegs mussten die Gruppen immer wieder Codes erraten, die sie dem Schatz ein Stück näher brachten. Zum Teil auch irreführend waren die zu erratenden Ziele. Doch am Ende fanden alle drei Gruppen mit den Namen Sperlingskauz, Wanderfalke und Auerhuhn hoch oben am Holzweg eine Kiste mit dem Schatz. Dort galt es noch, den richtigen Code in das Schloss einzugeben, damit sich dieses auch knacken ließ.

Märchen und Geschichten aus dem Schwarzwald

Eine Wanderung zum Friedensbaum stellte sich ebenfalls als Herausforderung dar, denn unterwegs musste gesammelt, geraten und gerechnet werden bis dann der Anstieg zu dem imposanten Mammutbaum erklommen war.

Zur großen Überraschung der Kinder wartete dort Märchenerzählerin Annette Volz mit spannenden Geschichten und Märchen über den Schwarzwald, die für alle Kinder neu waren. Besonders witzig fanden die Kinder die Geschichte "I bin’s Binsilli, i bin’s Bänsili". Auch die Antwort auf die Frage, warum die Tanne keine Zapfen abwirft, ließ die Ferienkinder staunen. Gespannt und interessiert verfolgten die Kinder die Geschichten und forderten zum Schluss noch eine Zugabe von der Erzählerin. In der Mitte der Woche führte eine Wanderung nach Friedrichs­tal. An der Michaelskirche wurden die 40 Grundschüler mit ihren Betreuern von Archivarin Dorothee Kühnel empfangen. Sie wusste jede Menge über die Kirche, über Ortschilder und auch den Wald zu erzählen. Auch auf die Fragen der Kinder ging sie ein. In Baiersbronn gab es schließlich für alle ein erfrischendes Eis.

Ein weiterer Höhepunkt der Ferienwoche war die gemeinsame Fahrt mit dem Bus auf den Ruhestein. Dort wurden die Kinder von drei Guides abgeholt. In drei Gruppen führten diese die Teilnehmer über urige und erlebnisreiche Pfade des Nationalparks. Auch Spiele und spannende Erzählungen gehörten zu der Tour. Die besonderen Ausblicke in die Täler mit den wilden Wäldern beeindruckten die Kinder.

Zum Abschluss der Woche war ein Besuch beim Wildgehege im Sankenbach angesagt. Förster Armin Lohmeyer verstand es, die Kinder mit seinen spannenden und anschaulichen Ausführungen zu begeistern. Selbst nach über einer Stunde wollten die Kinder mit ihren Fragen nicht aufhören. Wichtig war Lohmeyer, das Interesse an einheimischen Tieren zu fördern.

Am Schluss war auf jeden Fall allen Kindern klar, dass der Hirsch nicht der Mann vom Reh ist. Ein Erlebnis war für die Teilnehmer auch das Füttern des Rotwilds im Gehege. Und – sozusagen zur Krönung des Tags – ließ sich auch noch der Hirsch von ihnen streicheln.

Die Erlebnisse der Woche wurden von den Kindern in einem kleinen Wander- und Ferienbuch festgehalten. Viele hatten sich große Mühe mit Schreiben und Malen gegeben. Sie wurden am letzten Tag der ersten Ferienwoche belohnt, als die Preise für die schönsten Bücher vergeben wurden.

Eltern und Kinder seien voll des Lobes über diese Woche gewesen, freut sich Britta Müller.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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