Mit symbolischen Gegenständen stellte sich der neue Pfarrer Markus Fellmeth in Mitteltal vor. Screenshot: Braun Foto: Schwarzwälder Bote

Religion: Markus Fellmeth mit Gottesdienst in Mitteltal in sein Amt eingeführt / Leidenschaftlicher Koch

Der neue Pfarrer in Mitteltal, Markus Fellmeth, wurde mit einem Begrüßungsgottesdienst in der Christuskirche in sein Amt eingeführt. Die Kirche war aufgrund der Corona-Verordnungen nur teilweise besetzt. Doch es gab eine Live-Übertragung im Internet.

Baiersbronn-Mitteltal. Dekan Werner Trick übernahm die Einsetzung. Er sei froh darüber, nach rund sieben Monaten Vakanz die Stelle in Mitteltal neu besetzten zu können. "Wir freuen uns sehr, Sie hier zunächst für zwei Jahre be­grüßen zu dürfen. Sie werden als unständiger Pfarrer hier eingesetzt", so Trick. Nach zwei Jahren als Pfarrer zur Anstellung könne er dann als ständiger Pfarrer in Mitteltal bleiben. Ab September werde Fellmeth neben Mitteltal auch den Teilort Obertal mitbetreuen. Das Pfarrerehepaar Hoffmann aus Obertal werde dann die Gemeinde verlassen.

Im Rucksack steckteiniges drin

Mit einem Rucksack und symbolischen Gegenständen stellte sich der neue Gemeindepfarrer vor. Er sei leidenschaftlicher Koch, interessierter Jäger und begeisterter Musiker, erzählte Fellmeth und überraschte mit seiner Nähe zur Bundeswehr: "Ich war Soldat und bin seit meiner Wehrpflichtzeit immer noch sehr mit dem Militär verbunden. Daher muss sich niemand wundern, wenn ich auch mal in Uniform auf dem Weg zu einer Wehrübung durch Mitteltal laufe." Wie Kirche und Militär zusammenpassen, würden sich sicher einige fragen. Bei Militärgottesdiensten und Übungen treffe er auf Menschen, die er sonst nicht in der Kirche sehe, dies sei ein Grund für seinen regelmäßigen Einsatz bei der Bundeswehr.

Fellmeth verriet aber auch, dass er ein recht passabler Handwerker sei und seine Leidenschaft fürs Rumtrinken entdeckt habe. "Ich habe Rum in allen Facetten. Ein Wunsch von mir wäre mal, wenn es Corona erlaubt, ein Rumtasting zu veranstalten", stellte er in Aussicht. Er wolle schauen, was die Zukunft bringe, und würde nun gerne die Gemeinde näher kennenlernen. "Laden Sie mich ein, oder kommen Sie zu mir. Ich freue mich auf viele Begegnungen mit Ihnen." Besonders liege ihm die Jugendarbeit am Herzen und eine gute Zusammenarbeit mit allen. Dekan Trick übernahm die Amtsverpflichtung und wünschte Markus Fellmeth für die Zukunft alles Gute.

Erhard Walz, Vorsitzender des Kirchengemeinderats in Mitteltal, dankte dem Posaunen- und Kirchenchor sowie allen Helfern für die Gestaltung des Gottesdienstes. Ein Lob von Birgit Faisst gab es für ihre Kollegen vom Kirchengemeinderat für die Erledigung vieler Aufgaben während der Vakanz. "Gerne hätten wir mit Ihnen ein großes Fest gefeiert", so Erhard Walz bei seiner Begrüßung des neuen Pfarrers. Aber Corona habe dies nicht möglich gemacht. Walz dankte auch Pfarrer Daniel Hoffmann aus Obertal für die Vertretung und Mithilfe während der siebenmonatigen Vakanz der Pfarrstelle in Mitteltal. Die Mitglieder des Kirchengemeinderats überreichten Back- und Kochzutaten und hießen den neuen Pfarrer mit vielen guten Worten willkommen.

Bürgermeister Michael Ruf begrüßte Fellmeth im Namen der bürgerlichen Gemeinde und bescheinigte ihm, kulinarisch am Hotspot überhaupt angekommen zu sein. "Ich bin mir sicher, dass Sie bei all den Gemeinsamkeiten Mitteltal nach den zwei Jahren nicht mehr verlassen möchten", sagte Ruf. Musikalisch sei Baiersbronn eine sehr aktive Gemeinde. Daher sei er überzeugt, dass sich Fellmeth sehr wohl fühlen werde. Kirche und Gemeinde würden gemeinsame Wege gehen, der Glaube sei im Murgtal sehr wichtig. Ruf ging auch auf die Waldgebiete der Gemeinde ein, in denen sich der Jäger Fellmeth sicher wohlfühlen werde. Auch die große Gastfreundschaft in Baiersbronn sprach Ruf an. Er persönlich sei froh, mit Fellmeth jemanden gefunden zu haben, der wie er kein Bier möge. "Wir werden viele Berührungspunkte in Zukunft haben", so der Bürgermeister. "Ich darf ihnen das offene Ohr und die offene Tür anbieten", sagte Ruf, der ein Baiersbronner Beziehungskistle überreichte.

Pfarrer Daniel Hoffmann sprach einige Worte stellvertretend für die Kollegen im Murgtal. "Wir freuen uns, dass Du hier bist und dass Du unser Team hier im Murgtal ergänzt", sagte Hoffmann.

Fellmeth dankte für die gute Aufnahme und betonte, dass er sich sehr freue, in Mitteltal zu sein. "Ich bitte Sie noch etwas Nachsicht zu haben mit meinem Start und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit."

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