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Baiersbronn Corona-Pandemie: Tourismus-Destination steckt in der Krise

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Die Baiersbronn Classic soll möglichst auch dieses Jahr im September wieder stattfinden. Foto: Braun

Baiersbronn - Die Corona-Krise hat auch die Baiersbronn Touristik vor ganz neue Herausforderungen gestellt und den Tourismus in der Gemeinde hart getroffen.

Nicht nur die Fehlbeträge bei den Fremdenverkehrsabgaben und der Kurtaxe belasten die finanzielle Situation des Eigenbetriebs schwer, auch der Wegfall der vielen Veranstaltungen stellt die Mitarbeiter vor ganz neue Aufgaben.

"Es ist eine Situation, die vorher noch nie dagewesen ist. Vielen Betrieben ist per Verordnung die Arbeitsgrundlage und damit die Einnahmequelle entzogen worden", sagt Tourismusdirektor Patrick Schreib. Nun gebe es aber eine Perspektive, mit dem "Re-Opening" der Hotels und Gastronomiebetriebe in der Gemeinde. "Sicher ist es für die Häuser und Restaurants ein großer Mehraufwand. Es müssen Hygienemaßnahmen eingehalten werden, und durch die Einhaltung der Abstandsregeln werden natürlich weniger Gäste bewirtet werden können. Das bedeutet auch weniger Umsatz", sagt Patrick Schreib.

Die Menschen seien insgesamt sehr vorsichtig, würden nach dem Hygienekonzept fragen. Es zeige sich, dass es eine Bereitschaft der Urlauber gebe zu kommen, aber nicht um jeden Preis. Ein großes Problem gebe es bei den Wellnesshotels in der Gemeinde. Die Schwimmbäder und Wellnessbereiche dürften noch nicht öffnen, hier gebe es auch noch keine Informationen, wann dies sein könnte.

Aktion soll Zeichen nach außen setzen

"Trotz allem versuchen wir, alle Betriebe durch gute Informationen zu unterstützen und haben uns mit einer speziellen Aktion auch eine Art Starthilfe für die stark gebeutelten Betriebe überlegt", sagt der Tourismusdirektor. Unter dem Motto "Baiersbronn holt Euch raus" konnten Urlauber Gratis-Übernachtungen, die von den Baiersbronner Gastgebern spendiert werden, gewinnen (wir berichteten). Einige Tausend Interessiere hatten an dem Gewinnspiel teilgenommen. Rund 40 Hotel- und Gastgeberbetriebe hätten Preise gespendet. Schreib betont, dass es sich bei der Idee um keine Werbekampagne handele, vielmehr gehe es darum, ein Zeichen nach außen zu setzen und zu sagen: "Wir sind für Euch da."

"Hier in Baiersbronn haben wir die besten Möglichkeiten für ›Social Distancing‹, die Wälder sind groß und bieten nicht nur viel Platz für die nötigen Abstände, sondern stehen für gute Erholung und naturnahen Urlaub", sagt Schreib.

Aber nicht nur die Entwicklung einer Kampagne gehörte in den vergangenen Wochen zu den Aufgaben der Baiersbronn Touristik. "Die Tourist Informationen waren zwar geschlossen, aber wir haben die Zeit genutzt, um unsere digitale Infrastruktur zu verbessern, die Wanderwege zu optimieren und auch neue Marketingkonzepte und Strategien zu entwickeln." Das alles koste Zeit. In vielen Bereichen sei der Aufwand größer gewesen als im normalen Betrieb. "Viele Veranstaltungen, die ausfallen mussten oder müssen, haben wir rückabgewickelt. Neue Termine mussten gefunden werden. Es war ein enormer Organisationsaufwand, das alles zu erledigen."

Neuer Wander-Guide wartet auf Touristen

Ein neuer Wander-Guide wurde erstellt, und auch die Vorbereitungen für die Baiersbronn Classic, die Ende September stattfinden soll, laufen weiter. "Wir hoffen, dass diese stattfinden kann", sagt Schreib optimistisch.

Mit einem gewissen Stolz spricht der Tourismusdirektor über die gute Vernetzung Baiersbronns. "Mit einem Facebook-Post haben wir über 126 .000 Menschen erreicht, auch hier nutzen wir die modernen Medien für eine gute und schnelle Kontaktaufnahme", sagt er.

Auf die Frage nach der näheren Zukunft des Tourismus in der Gemeinde gibt es eine positive, wenn auch verhaltene Antwort. "Ich bin nicht euphorisch, dass uns die Gäste überrennen werden, aber ich sehe die Chance, dass die Leute in Deutschland bleiben und auch unseren schönen Schwarzwald als Premium-Urlaubsregion entdecken." Die herzliche Willkommenskultur der Baiersbronner Gastgeber in Kombination mit der herausragenden Natur seien Gründe, die für die Region sprechen.

Für die Zukunft sieht Patrick Schreib die Baiersbronn Touristik gut aufgestellt. Man brauche kein neues Image, eher müssten die Stärken noch weiter intensiviert werden. Wirklich bitter sehe es hingegen bei den Einnahmen aus. Der Wegbruch der Kurtaxe, die Einbußen bei den Fremdenverkehrsabgaben und der Wegfall von eigenen Einnahmen würden den Haushalt der Gemeinde schwer belasten. "Wie hoch der Verlust sein wird, kann ich noch nicht beziffern. Wir hoffen auf den Juni und auf viele Gäste", sagt Schreib. Einen kleinen Lichtblick gibt es in Sachen Veranstaltungen. "Wir überlegen, welche kleineren Veranstaltungen trotz Corona laufen könnten. Hier sind wir dabei, entsprechende Konzepte zu erarbeiten."

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