Nach dem Alter reihten sich die Fahrzeuge am Start am Rosenplatz auf – ein Leckerbissen für alle Oldtimerliebhaber. Foto: Monika Braun

Nässe und Kälte zum Auftakt der Baiersbronn Classic taten der Begeisterung der Teilnehmer keinen Abbruch. Mehr als 100 liebevoll gepflegte Oldtimer standen am Start.

Nachdem im vergangenen Jahr wegen der Baustellen zur Gartenschau noch in Obertal gestartet worden war, waren die Teilnehmer jetzt wieder zurück auf dem Rosenplatz – dem Startpunkt der Premiere, die übrigens ebenfalls bei Dauerregen stattfand.

 

Gut gerüstet gingen die Teams mit Leidenschaft an den Start und wurden pünktlich von 13.31 Uhr an von Tourismusdirektorin Christina Palma Diaz auf die erste Runde geschickt. Für den Prolog reihten sich rund 100 Teams aus sechs Nationen mit ihren Fahrzeugen in der Startaufstellung ein.

Gestartet wurde nach Altersklassen, so dass die ältesten Fahrzeuge vorne waren. Dabei waren wieder mehr als 20 Vorkriegsfahrzeuge und 23 verschiedene Automarken.

Zur Nagoldtalsperre

Den Auftakt machte der aus dem Jahr 1925 stammende Mercedes SSK, eine 180 PS starke Rarität in imposanter Optik. In zeitlichen Abständen folgten dann die anderen Oldtimer- Klassiker, die aus den Jahren 1925 bis 1979 stammen.

Das Wetter war kein Freund der Cabrio-Fahrer, und nur wenige Zuschauer reihten sich entlang der Strecke auf, aber die Stimmung unter Fahrern und Teams blieb positiv.

Tourismusdirektorin Christina Palma Diaz und ihr Mann Paco schickten die Oldtimer auf die Strecke. Foto: Monika Braun

Die erste Etappe über 96 Kilometer führte die Teilnehmer durch die Umgebung „Rund um Baiersbronn“. Über Klosterreichenbach, Musbach und Haiterbach ging es zur Nagoldtalsperre. Als Höhepunkt der Runde wartete in Seewald-Göttelfingen die kulinarische Durchfahrtskontrolle auf die Teilnehmer, die das Hotel Engel Obertal reichte.

Ruf und Sonder ein Team

„Natürlich hätten wir uns besseres Wetter gewünscht“, sagte ein Teilnehmer vor dem Start, „aber das gehört bei einer echten Oldtimer-Rallye eben auch dazu. Unsere Fahrzeuge sind schließlich dafür gebaut worden, bei jedem Wetter zu fahren.“ Drei technische Ausfälle mussten dennoch hingenommen werden.

Unter den Fahrern waren auch Baiersbronns Bürgermeister Michael Ruf und Freudenstadts Oberbürgermeister Adrian Sonder, der seine Classic-Premiere feierte. Beide starteten als Team mit der Nummer 98 im Mercedes 200 Strich 8/W115 aus dem Jahr 1975 und zeigten einmal mehr ihre gute Zusammenarbeit. „Meine erste Classic – ich bin schon aufgeregt. Diese Veranstaltung hat einfach Strahlkraft für die gesamte Region“, sagte Sonder am Rande der Strecke.

Baiersbronns Tourismus-Chefin Christina Palma Diaz faszinierte besonders die Begeisterung und Freude der Teilnehmer. Zusammen mit ihrem Mann Paco schickte sie mit nicht weniger Begeisterung die Wagen auf die Strecke.

Termin im September bleibt

Am Termin Ende September wolle man festhalten, sagte sie im Gespräch mit unserer Redaktion, auch wenn das Wetter oft nicht so mitspiele. „Viele haben einen vollen Terminkalender, und der Termin ist einfach schon fix hier in Baiersbronn.“

Automobilexperte Johannes Hüber, der wieder als Sprecher im Einsatz war, beeindruckte mit seinem Wissen und hatte zu jedem der Starter spannende Details parat. Auch viele Helfer waren im Einsatz: neben den Mitarbeitern der Baiersbronn Touristik die Feuerwehr, örtliche Vereine und weitere Ehrenamtliche.

Knalliger Farbtupfer im tristen Grau – und auch das Dach kann nicht schaden. Foto: Monika Braun

Am Nachmittag kamen die Rallye-Teams zurück zum Rosenplatz, wo sie nach der Zieldurchfahrt von Eric Prinzinger und seinem Programm „Elvis and more“ begrüßt wurden.

An diesem Freitag geht es bereits ab 8.31 Uhr auf die Ortenau-Runde, die ebenfalls auf dem Rosenplatz beginnt und dort auch gegen 16 Uhr Uhr mit den Zieleinläufen endet.