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Baiersbronn Bei der Arbeit in Kehl die Liebe fürs Leben gefunden

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Zur seltenen Gnadenhochzeit gratulierte Bürgermeister Michael Ruf dem Ehepaar Walter und Karolina Fritza. Foto: Schwark

Baiersbronn-Mitteltal - Im Kreis ihrer Familie begingen Walter und Karolina Fritza das äußerst seltene Jubiläum der Gnadenhochzeit. Der gemeinsame Lebensweg von 70 Jahren hat das Ehepaar geprägt.

"In Harmonie sind wir miteinander alt geworden", schilderte Walter Fritza ein erfülltes, aber arbeitsreiches Miteinander. Aufgewachsen ist Walter Fritza in Kietz/Landkreis Flatow (heute Polen). Im Zweiten Weltkrieg kam er in französische Gefangenschaft.

Seine spätere Frau Karolina wuchs in Mitteltal auf. Zu Kriegsende war sie bei einer französischen Offiziersfamilie in Kehl in Stellung. Als Heizungsmonteur war Walter Fritza als Kriegsgefangener in diesem Haus tätig. Dabei lernte er seine spätere Ehefrau kennen. 1948 wurde er in Baden-Baden aus der Gefangenschaft entlassen. Die Liebe der beiden jungen Menschen wuchs weiter. So zog es Walter Fritza nach Mitteltal. Dort gab sich das Paar am 14. Mai 1948 das Jawort. Tags darauf folgte in der evangelischen Christuskirche die kirchliche Trauung.

Arbeit gab es für den Ehemann sofort. Er wurde bei der damaligen Firma Rock & Haar Heizungsbau eingestellt. Walter Fritza erinnert sich noch daran, dass er früh morgens ab 4 Uhr Baustellen in Schramberg und Schiltach bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad ansteuerte.

Gratulationsurkunde des Landes

Später war er zehn Jahre als Fernfahrer bei der ehemaligen Spedition Keck beschäftigt und dann zehn Jahre bei Fritz Züfle mit Tanklastzügen unterwegs. Eine weitere Station in seinem Berufsleben war das damalige Kaufhaus Nestle in Freudenstadt, wo er als Hausmeister angestellt war. Die letzten 18 Berufsjahre verbrachte er bei Fahrzeugbau Müller in Mitteltal. Zeitweise war auch seine Ehefrau Karolina, die zudem den Haushalt führte, im Kaufhaus Nestle beschäftigt. Das Ehepaar hat zwei Söhne. Heute erfreuen auch zwei Enkel und zwei Urenkel ihre Großeltern. In Mitteltal fühlte sich Walter Fritza von Beginn an wohl. Seine alte Heimat stellte er seiner Frau an seinem 50. Geburtstag vor. Beeindruckt war diese von der Weite der Landschaft. Gerne unternahm das Paar gemeinsame Reisen.

Geistig rege ist Walter Fritza immer noch als "Hausmeister" rund ums Haus aktiv. Basteln und Reparieren ist auch heute noch ein Hobby von ihm. Seine Frau widmete sich mit Leidenschaft dem Garten und Handarbeiten. Krankheitsbedingt ist sie nun aber gehandikapt. Große Unternehmungen sind nicht mehr möglich.

Rührend kümmert sich Walter Fritza um seine Karolina. Zum seltenen Hochzeitsjubiläum und Ehrentag überreichte Bürgermeister Michael Ruf die Gratulationsurkunde des Landes. Dazu überbrachte er den Eheleuten die Glückwünsche der Gemeinde und übergab ein Präsent. Ruf stellte die Lebensleistung des Paars heraus und wünschte weitere erfüllte Lebensjahre.

 
 

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