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Baiersbronn Badespaß trotz finanzieller Verluste

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Das Naturbad in Mitteltal hat – als einziges in der Gesamtgemeinde – noch bis Ende September geöffnet. Foto: Verein Naturbad Mitteltal Foto: Schwarzwälder Bote

Im Naturbad in Mitteltal planschen die Badegäste noch bei schönstem Spätsommerwetter, in den Gemeindefreibädern in Baiersbronn sind die Tore schon wieder geschlossen. Nach einer kurzen Corona-Saison mit vielen Auflagen ziehen die Betreiber nun eine erste Bilanz.

Baiersbronn. Karin Schröder von den Gemeindewerken in Baiersbronn blickt auf eine eher durchwachsene Badesaison zurück. Insgesamt wurden 21 201 Besucher in den Gemeindefreibädern gezählt, wobei das Freibad in Klosterreichenbach gar nicht erst geöffnet worden war und das in Obertal wegen eines technischen Defekts 14 Tage vor Saisonende schließen musste.

"Wir haben weniger eingenommen als erwartet, das Wetter spielte da auch eine Rolle", berichtet die kaufmännische Betriebsleiterin der Gemeindewerke. Zu einem möglichen Verlust könne sie noch nichts Genaues sagen, hier müssten erst alle Rechnungen vorliegen.

"Für jedes Bad wurde eine zusätzliche Aufsichtsperson eingestellt, um die Einhaltung der Corona-Hygiene- und Abstandsregeln zu überwachen", sagt Schröder. Für die Gemeindewerke und die Mitarbeiter hätten der Online-Ticketverkauf und die Erstellung des Hygienekonzepts einen erheblichen Mehraufwand bedeutet. "Der Online-Ticketverkauf lief gut, und für ausländische Touristen haben wir die Möglichkeit für einen Barkauf eingerichtet", so Schröder. Bei Fragen zum Buchungssystem hätten die Gemeindewerke unterstützt.

Insgesamt seien die Zeitfenster nur an drei Nachmittagen ausgebucht gewesen. Auch das durchwachsene Sommerwetter habe für den eher mageren Besuch der Gemeindefreibäder eine ausschlaggebende Rolle gespielt, meint die kaufmännische Betriebsleiterin. Erfreulich sei, dass es bei der Einhaltung der Corona-Vorschriften beim Badbesuch keine Vorfälle gegeben habe.

Das Naturbad in Mitteltal ist noch bis Ende September geöffnet. Der Betreiberverein kann sich über 210 neue Mitglieder in diesem Jahr freuen. "Die Entscheidung, nur für Mitglieder am 29. Juni zu öffnen, ist uns nicht leichtgefallen, aber es war im Nachhinein die richtige Entscheidung", sagt Manfred Wein, Vorsitzender des Naturbadvereins. Zusammen mit Schriftführerin Bettina Gerbershagen zieht aber auch er eine durchwachsene Bilanz.

"Die Tageseinnahmen von rund 25 000 Euro fehlen natürlich, einen Kassensturz haben wir noch nicht gemacht", sagt Gerbershagen. Der Aufwand bei der Aufstellung der Hygiene- und Schutzkonzepte sei enorm gewesen, zumal alles im Ehrenamt habe gestemmt werden müssen. "Die erlaubte Höchstzahl von 350 Badegästen wurde nie erreicht, aber die vorgegebenen Regeln wurden von allen sehr diszipliniert und problemlos eingehalten", berichtet Wein.

Die Reaktionen der Gäste seien durchweg positiv gewesen, viele hätten sich sogar dafür bedankt, dass der Verein ihnen "den Sommer gerettet" habe. Insgesamt könne das Vorstandsteam sagen, es habe sich gelohnt zu öffnen und den erhöhten Aufwand zu betreiben. "Es war trotz Corona ein schöner Naturbad-Sommer, und wir haben es nicht bereut", sagt Gerbershagen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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