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Baiersbronn Auf Demut und Liebe kommt es an

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Rainer Pfrommer (von links), Bürgermeister Michael Ruf, Dekan Werner Trick, Iris und Wolfgang Sönning, Thomas Waldenspuhl und Erhard Walz feiern Wolfgang Sönnings Abschied in den Ruhestand.Foto: Braun Foto: Schwarzwälder Bote

Pfarrer Wolfgang Sönning hängt nach vierzig Jahren seinen Talar an den Haken und geht in den wohlverdienten Ruhestand. Mit einem Gottesdienst in der Christus Kirche in Mitteltal und vielen guten Worten wird er als Gemeindepfarrer verabschiedet.

Baiersbronn/Mitteltal. Der Posaunenchor begrüßte die Gäste vor und nach dem Gottesdienst im Freien. Aufgrund der Corona Vorschriften waren die Besucherzahlen entsprechend reduziert worden und so saßen die Gäste in weitem Abstand voneinander in den Reihen. Ein zweiter Gottesdienst am späten Nachmittag ermöglichte allen, die morgens keinen Platz bekommen hatten, ihren Pfarrer zu verabschieden.

Dekan Werner Trick blickte auf Wolfgang Sönnings Lebensweg zurück und dankte ihm für seinen fast vierzigjährigen Pfarrdienst. "2006 führte Sie ihr Weg nach Mitteltal, hier waren Sie sehr geschätzt und werden in der Gemeinde fehlen", so Trick. Sönning habe das Wort Gottes immer verständlich, lebensnah und seelsorgerlich ausgelegt und die engagierte Mitarbeit im Kirchenbezirk so zu sagen über den Kirchturm hinaus, sei immer verlässlich gewesen. "Als Dekanstellvertreter haben sie mich immer gut vertreten", dankte Dekan Trick.

Humorvoll und auch mit ein paar kleinen Seitenhieben verabschiedete sich Wolfgang Sönning mit einer Predigt. Symbolisch hängte er seinen Talar an den Nagel, jenen der vierzig Jahre lang gute Dienste geleistet und bei der Anschaffung viel Geld gekostet hatte. "Fünf Pfennig am Tag waren das auf die vierzig Jahre gerechnet, das hat sich gelohnt", scherzte er.

Viele dankende und schätzende Worte

Humorvoll ging er auf seine Zeit in Mitteltal ein, auch der zugige Wind auf dem Friedhof und die fehlende Ostwand der Aussegnungshalle, durch die der Schnee senkrecht hereinwehte, waren Inhalt seiner Predigt. Im Leben komme es nicht auf den richtigen Freizeitlook an, Shorts und Sandalen im Ruhestand könnten es sein, aber noch wichtiger seien Demut, Sanftmut und Liebe, die man den Menschen entgegenbringe. "Sanftmut und Demut hätte ich mir manchmal gewünscht in der Zeit der Nationalparkdiskussionen", erinnerte der Pfarrer.

Bürgermeister Michael Ruf überreichte zum Abschied das "Baiersbronner Beziehungskistle" und bescheinigte Wolfgang Sönning, in Mitteltal bleibende Fußspuren hinterlassen zu haben. Er dankte auch für das große Engagement während der Flüchtlingskrise. "Sie waren mir in dieser Situation persönlich eine große Hilfe", so Ruf.

Thomas Waldenspuhl, Leiter des Nationalpark Schwarzwald, sprach von einer Ehre und Herzensangelegenheit, sich von Wolfgang Sönning zu verabschieden. Gerade das Engagement für die Kirche im Nationalpark hätte beeindruckt. "Sie nehmen die Anliegen der Menschen sehr ernst und das Ringen um eine respektvolle Nähe zeichnet sie aus", sagte Waldenspuhl.

Grundschulrektor Rainer Pfrommer dankte Wolfgang Sönning für die gute Zusammenarbeit mit der Grundschule Mitteltal. "Bei den Schulgottesdiensten herrschte immer eine Wohlfühlatmosphäre, sie wollten immer Teil des Ganzen sein und nie im Vordergrund stehen", sagte Pfrommer. Sönning sei stets ein Vorbild für die Kinder gewesen.

Erhard Walz, Vorsitzender des Kirchengemeinderats, sprach die Abschiedsworte und betonte, dass man das Ehepaar Sönning gar nicht gehen lassen wolle. Er dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und überreichte einen Gartentisch als Abschiedsgeschenk.

"Wir waren immer gerne hier und ich wünsche mir bald eine gute Nachfolge für Mitteltal", meinte Wolfgang Sönning abschließend.

In vier Wochen wird er mit seiner Frau in die neue Heimat nach Kirchheim Teck aufbrechen.

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