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Baiersbronn Artikel 13 – das Ende der Meinungsfreiheit?

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Artikel 13 ist eine Urheberrechtsreform, die vom Europaparlament verabschiedet wurde. Das Urheberrecht ist das Recht, über die eigenen schöpferischen Leistungen allein zu verfügen .

D ie Probl ematik dieser Reform besteht darin, dass ab sofort, wenn man einen kreativen Inhalt auf einer Social-Media-Plattform wie YouTube hochlädt und in diesem Inhalt eine Urheberrechtsverletzung vorhanden ist, nun nicht mehr der Veröffentlichter des Inhaltes haftet, sondern die Plattform auf der der Inhalt hochgeladen wurde.

Dies ist der Punkt, der die Meisten stört. Denn dies würde bedeuten, dass alles, was auf YouTube und Co hochgeladen wird, schon im Voraus durch einen "Upload-Filter" gefiltert wird. Leider kann so ein Filter nicht alles filtern, und es würden trotzdem Urheberrechtsverletzungen passieren. Plattformen wie YouTube würden dadurch stark eingeschränkt werden, und für viele wäre es dann nicht mehr möglich, ihr Meinungsbild zu veröffentlichen. Einige Plattformen haben sogar angekündigt, ihre Dienste, und somit auch die Möglichkeit Videos und Bilder hochzuladen, für Europa einzustellen.

Junge Leute starten mehrere europaweite Protestaktionen

An dieser Stelle könnte man sich fragen, ob das nicht eine starke Einschränkung der Meinungsfreiheit ist. Weil vielen jungen Leuten soziale Netzwerke sehr wichtig sind, haben sie mehrere Protestaktionen gestartet. Beispielsweise gab es eine Petition, die man online unterschreiben konnte. Das haben auch etwa fünf Millionen Menschen getan. Zum anderen gab es aber auch europaweit mehrere große Proteste, und viele Politiker wurden über E-Mails kontaktiert.

Die Politiker der CDU/CSU nahmen den E-Mail-Protest nicht ernst und wiesen ihn zurück. Sie behaupteten, die Verfasser der Mails wären nur Bots (Das ist englisch für Roboter). Den Protestierenden wurde auch vorgeworfen, sie hätten Geld dafür bekommen, auf die Straße zu gehen. Handelt die Regierung überhaupt im Interesse ihrer Wähler, wenn so viele gegen die Urheberrechtsreform sind, und sie trotzdem durchgesetzt wird?

Die Idee dahinter, das Urheberrecht neu zu gestalten, ist gut, aber nicht in dieser Form, wie es bei Artikel 13 der Fall ist. Wir, die Autoren, sind enttäuscht von den Politikern, da sie die Proteste einfach abgewiesen haben. Außerdem fragen wir uns, ob es richtig ist von den Politikern, dass sie in eigenem Interesse handeln und nicht in dem ihrer Wähler. Wir hoffen, das Internet stirbt nicht in dieser Form, in der wir es kennen.  Die Autoren besuchen die Klasse 8b des Richard von Weizsäcker-Gymnasiums in Baiersbronn.

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