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Baiersbronn Amüsantes Versteckspiel mit diversen Leichen

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Wer ist hier denn nun verrückt? Die mordlustigen Tanten jedenfalls sind sich keiner Schuld bewusst. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Monika Braun

Auch in einem biederen Schwarzwaldhaus kann das blanke Grauen lauern – wenn plötzlich zwölf Leichen zum Vorschein kommen. Mit der Kriminalkomödie von Joseph Kesselring "Arsen und Spitzenhäubchen" startete die Neue Studiobühne in die Freilichtsaison.

Baiersbronn-Klosterreichenbach. "Keine Angst, ich spiele nicht mit", scherzte Bürgermeister Michael Ruf bei seiner Begrüßung. Der Schirmherr der Veranstaltung freute sich über den guten Besuch beim Premierenabend und bezeichnete das 25-jährige Bestehen der Neuen Studiobühne als kulturellen Meilenstein in der Gemeinde.

Bei angenehmen Temperaturen nahmen die geübten Akteure unter freiem Himmel im Klosterhof der Münsterkirche ihr Publikum mit in die scheinbar biedere Welt der Schwestern Brauer, die alleinstehende Herren mit einem Arsen-Holunderwein-Cocktail ins Jenseits befördern.

Das amüsante Versteckspiel mit diversen Leichen trägt sich in einem alten Schwarzwaldhaus zu. Als Neffe Martin (Chris Günther) mit seiner erst kürzlich Angetrauten Lena (Vanessa Schmidt) auftaucht, nehmen die Verwicklungen ihren Lauf. Auf die Spitze wird das makabere Verscharren der Leichen getrieben, als auch noch der kriminelle Bruder Johan (Matthäus Schneider) mitsamt dem dubiosen Dr. Einstein (Clemens Schmid) – und einer weiteren Leiche – ins Geschehen eingreift. Während der verrückte Neffe Willi (Sadik Varol) immer wieder im Militär-Outfit und Stechschritt auf der Bühne auftaucht, brillieren die Tanten mit witzigen Dialogen und spaßigen Szenen. Etwa wenn Schwester Charlotte (Heike Stoll-Dieterle) immer wieder wohlklingende Arien anstimmt. Schwester Selma (Christel Günther) schreit dann genervt ihren Namen und bringt sie damit auf der Stelle zum Verstummen.

Martin Brauer versucht verzweifelt, seine Tanten zu bekehren und deren Morde zu vertuschen, doch diese sind sich gar keiner Schuld bewusst. "Umgebracht haben wir sie bestimmt nicht, es handelt sich hier um eine unserer Wohltätigkeiten", lassen sie verlauten und verraten das ein oder andere Detail ihres mörderischen Geheimnisses: "Da nehmen wir einen Teelöffel voll Arsen, einen halben Teelöffel voll Strychnin und dann eine klitzekleine Prise Zyankali, oh wie köstlich." Am Ende ist es schwer zu sagen, wer hier verrückt ist. Die Mischung aus Vernunft und Wahnsinn verwirrt und fasziniert gleichermaßen.

Am Ende des Premierenabends gab es stehenden Applaus. Der neue Regisseur Rob Dornboos und seine Assistentin Rebecca Zechiel hatten die Ensemblemitglieder bestens auf ihre Aufgaben vorbereitet. Dafür wurde das Stück an die Bedürfnisse der Neuen Studiobühne angepasst und entsprechend abgeändert. Damit traf die Komödie den Geschmack des Publikums. Schon allein die zahlreichen witzigen Dialoge und die guten schauspielerischen Einlagen machen es sehenswert. Clemens Schmid und Otto Gaiser glänzen gleich in mehreren Rollen, und auch die anderen Akteure zeigen ihre besonderen Qualitäten auf der Bühne und überzeugen mit vollem Einsatz. Hinzu kommt die schon gewohnt toll gestaltete Bühnendekoration.

Weitere Aufführungen sind am 15., 16., 17., 22., 23. und 24. Juli. Beginn ist jeweils um 20.30 Uhr, sonntags um 20 Uhr.

tickets: Karten für das Sommertheater gibt es im Vorverkauf in den Geschäftsstellen der Schwarzwälder Bote Medienvermarktung, unter der Ticket-Hotline 07423/787 90 und online unter www.schwabo.de/tickets.

 
 

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