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Baiersbronn Abiball-Besucher verärgert über Catering

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Der Pachtvertrag für die Schwarzwaldhalle ist auf Ende September gekündigt. Der Gemeinderat hat schon eine Entscheidung getroffen, doch der Vertrag ist noch nicht unterschrieben. Foto: Käser

Freudenstadt/Baiersbronn - Abiball-Besucher, die schließlich hungrig den Pizza-Service in die Schwarzwaldhalle bestellen, andere, die woanders ihren Hunger stillen – für Martin Benzing, Vater eines Abiturienten, Grund, sich in einem Brief an die Presse zu wenden.

Mehrere hundert Menschen waren es, die nach der Verabschiedung von 123 Abiturienten des Wirtschaftsgymnasiums der Eduard-Spranger-Schule Freudenstadt im Kurhaus Freudenstadt zum Abi-Ball in der Baiersbronner Schwarzwaldhalle kamen. Doch, so schreibt Benzing, die Vorfreude auf den Ball sei schnell verflogen.

Viel zu lange habe es gedauert, bis die erste Getränke- und Speisebestellung aufgegeben werden konnte. Als es dann in der Küche nach eineinhalb bis zwei Stunden nicht gelungen sei, solch einfache Gerichte wie unter anderem Wienerle mit Brot allen Gästen zu servieren, habe sich die Stimmung in Sachen Catering weiter merklich eingetrübt.

"Die ersten Gäste zogen ihre Konsequenzen und verließen den Abiball, um auswärts Essen zu gehen oder ließen sich Pizza in die Schwarzwaldhalle liefern", schreibt Benzing. Und dann hätten die Schnitzel zum Teil wieder zurückgehen müssen, weil sie nicht wirklich durch waren. Das Catering sei zum Hauptgesprächsthema geworden, die Eltern gefrustet gewesen, so Benzing im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. Ein Lob gibt es von Benzing für die Service-Kräfte, die versucht hätten, die Situation zu retten und sich permanent entschuldigt hätten. Benzings Kritik richtet sich an den Pächter der Gastronomie in der Halle. Der habe es versäumt, ausreichend Personal und vor allem ausreichend Essen vorzuhalten. Eine Anregung für Baiersbronn hat Benzing auch: Im Kinzighaus in Loßburg könne man den Caterer selbst wählen

Neuer Pächter ist noch nicht bekannt

Dass er sich verkalkuliert hat, räumt Pächter Roger Dworsky ein. Es seien rund 600 Menschen im Saal gewesen. Es habe nachgekauft und nachproduziert werden müssen. Im vergangenen Jahr seien bei einer vergleichbaren Veranstaltung 150 Essen verkauft worden, weil viele zuvor in der Stadt gegessen hätten. Dass diesmal der Zeitrahmen enger war, habe er im Vorfeld nicht gewusst, erklärt Dworsky im Gespräch mit unserer Zeitung. Es sei nicht klar gewesen, wie viele Gäste essen würden. "Wir haben uns bei den Verantwortlichen, den Abiturenten, die das Ganze organisiert haben, gleich am Folgetag entschuldigt", sagt Dworsky. Das Organisationsteam sei zum Essen eingeladen worden. Das, so Dworsky, mache er nach einer Veranstaltung aber immer so.

Seit zwölf Jahren ist Dworsky Pächter der Schwarzwaldhalle, vorher war er 14 Jahre lang als Pächter für die Kurhausgastronomie in Freudenstadt zuständig. "Wir sind immer bemüht, unser Bestes zu geben." Dworsky sorgt sich nun, dass die Panne Folgen haben könnte. Denn zurzeit bemüht er sich um die Verlängerung des Pachtvertrags.

Der aktuelle Pachtvertrag für die Schwarzwaldhalle ist laut Tourismusdirektor Patrick Schreib auf Ende September gekündigt. Grund für die Kündigung seien aber nicht Beschwerden, sondern, dass man sich neu sortieren wolle. Für die Verpachtung, die auch den Kiosk für das Freibad und die Eislaufhalle einschließt, stünden verschiedene Änderungen im Raum. Auf die Ausschreibung haben sich neben Dworsky noch zwei weitere Interessenten beworben.

Der Gemeinderat habe seine Entscheidung gefällt, aber schon vor dem Vorfall. Wer nun aber neuer Pächter wird, könne er noch nicht sagen, so Schreib. "Die Entscheidung ist dann endgültig gefallen, wenn der neue Pachtvertrag unterschrieben ist."

Klar stellt Schreib, dass Dworsky immer ein verlässlicher Partner war. Dass da immer mal wieder die eine oder andere Qualitätsgeschichte angesprochen werden müsse, sei bei der langen Zeit der Verpachtung normal. Die Gemeinde und damit die Baiersbronn Touristik müsse auf die Fähigkeit des Pächters vertrauen. Schreib hat Verständnis für die Kritik Benzings. Die Besucher des Abi-Balls seien zurecht unzufrieden. "Wir bedauern sehr, dass das passiert ist." Doch: "Deshalb jetzt alles in Frage stellen, das tun wir nicht."

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