Vor allem bei den Regionalbahnen kommt es zu einigen Zugausfällen. (Archivbild) Foto: Schwark

Der Lokführer-Streik der GDL trifft auch den Zugverkehr rund um Freudenstadt. Allerdings sind nicht alle Strecken gleichermaßen betroffen. Während es bei manchen Verbindungen zu zahlreichen Ausfällen kommt, wirkt sich auf andere Linien der Streik praktisch gar nicht aus.

Bundesweit sorgt der Lokführerstreik der GDL am Donnerstag für Zugausfälle. Vielerorts geht fast gar nichts mehr. So verwundert es nicht, dass der Streik auch massive Auswirkungen auf den Zugverkehr rund um Freudenstadt hat.

 

Besonders hart trifft der GDL-Streik all jene, die mit dem Zug von Freudenstadt nach Stuttgart fahren möchten. Denn laut den elektronischen Fahrplänen der Deutschen Bahn fallen praktisch alle Regionalzüge aus, die normalerweise beide Städte direkt miteinander verbinden.

Und auch die Zugkombination mit Umstieg in Bondorf ist keine Option, weil die ICEs zwischen Bondorf und Stuttgart ausfallen. Zumindest laut den offiziellen Fahrplänen dürfte die Landeshauptstadt damit auf Schienen nur noch über einen Umweg zu erreichen sein – nämlich mit einem Umstieg in Karlsruhe.

Deutlich besser sieht es für Reisende aus, die zwischen Freudenstadt und Karlsruhe unterwegs sind. Laut Fahrplan fahren hier einige Regionalzüge der DB. Zu Zugausfällen kommt es aber vermutlich auch hier. Denn ab dem frühen Donnerstagabend sind alle Regionalzüge auf dieser Strecke aus den elektronischen Fahrplänen verschwunden. Hinzu kommt: Eine Garantie gibt es nicht, dass die Züge, die in den Fahrplänen auftauchen, später dann auch wirklich fahren.

Zumindest die S-Bahnen fahren

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte daher eher eine Straßenbahn der AVG nehmen. Denn – und das ist die gute Nachricht des Tages – die Linie S8 und S81 fährt zwischen Freudenstadt und Karlsruhe planmäßig. Das bestätigt auch die AVG auf Anfrage unserer Redaktion.

„Alle Linien fahren sehr stabil nach Fahrplan“, berichtet ein AVG-Sprecher. „Der Streik hat kaum Auswirkungen auf uns.“ Das gelte nicht nur für die Strecke zwischen Freudenstadt und Karlsruhe, sondern fast für das ganze AVG-Netz. Nur im Bereich Heilbronn komme es zu Zugausfällen.

Dabei sah am Vortag die Lage noch viel düsterer aus. Denn die AVG befürchtete, dass auch die Stellwerke der Deutschen Bahn, auf deren Schienennetz die AVG angewiesen ist, bestreikt werden könnten. Daher rechnete das Unternehmen zunächst mit zahlreichen Zugausfällen, auch in der Umgebung von Freudenstadt.

Doch diese Befürchtung hat sich nicht erfüllt. „Die Stellwerke der DB sind weitestgehend besetzt.“ Dementsprechend gibt es für den S-Bahn-Verkehr praktisch keine Probleme.