Der Haltepunkt „Balingen Süd“ wurde thematisiert. Foto: Silke Thiercy

Stündlich soll ein Schnellzug nach Stuttgart und halbstündlich die Regionalbahn in Balingen halt machen. Den aktuellen Stand der Planungen stellten Vertreter des Zweckverbands Regional-Stadtbahn Neckar-Alb am Dienstagabend dem Gemeinderat vor.

Stündlich soll ein Schnellzug nach Stuttgart und halbstündlich die Regionalbahn in Balingen halt machen. Den aktuellen Stand der Planungen stellten Vertreter des Zweckverbands Regional-Stadtbahn Neckar-Alb am Dienstagabend dem Gemeinderat vor.

 

Von Albstadt bis Tübingen ist eine Elektrisierung der Gesamtstrecke vorgesehen, da mit der Inbetriebnahme des neuen Stuttgarter Bahnhofs ausschließlich Elektro-Züge in den Bahnhof einfahren dürfen. Teilweise soll die Strecke zweigleisig ausgebaut werden und eine höhere Geschwindigkeit ermöglicht werden. In diesem Zug soll die Leit- und Sicherheitstechnik erneuert werden und auch neue Stationen eingerichtet werden.

„Endlich kommt Zug in die Sache“

Speziell für Balingen wurden insbesondere auch die Abhängigkeiten zu den Straßenverkehrsanlagen im Bereich der Station Balingen-Süd sowie am neuen Haltepunkt Endingen-Ost thematisiert. In Engstlatt wurden die Abhängigkeiten zwischen der Erneuerung der Bahnbrücke „Furtwiesenstraße“ und dem Bahnübergang Meisterstraße vorgestellt. Außerdem wurden die Planungen für eine Station in Frommern erläutert.

„Das ist eine wichtige Investition für die Zukunft“, sagte Oberbürgermeister Dirk Abel. Er freue sich daher, dass endlich „Zug in die Sache komme. „Es war die richtige Entscheidung, das so aufzugleisen.“

Station Balingen-Süd

Hier stellt sich noch die Frage, ob eine Unterführung eingeplant werden soll, die einen kurzen Weg vom Bahnhof zum Berufschulzentrum bietet.

Das ist in Endingen geplant

Station Endingen-Ost

Hier stellt sich noch die Frage, ob die Fußgängerbrücke über die B 27 zusätzlich mit einem Radweg eingeplant werden soll. Eine Anbindung an einen Park & Ride Parkplatz am Messegelände sowie von der Alten Balinger Straße her kommend sind bereits geplant.

Station Frommern-West

Auch hier wäre eine zusätzliche Unterführung möglich. Die Kosten werden dafür auf etwa 1,3 Millionen Euro geschätzt.

So soll es in Engstlatt weitergehen

Bahnübergang Meisterstraße in Engstlatt

Hier gibt es zwei Varianten: Umwandlung des Bahnübergangs in einen reinen Fuß- und Radweg oder die Aufhebung des Bahnübergangs. Mit der Beseitigung des Bahnübergangs würde aus Sicht der Planer ein Sicherheitsrisiko wegfallen, da an dieser Stelle Züge mit einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern passieren.

Die Räte zeigten sich von der Präsentation der Planungen begeistert, allerdings wollte Stephan Reuß (FDP) und Ortsvorsteher in Frommern noch wissen, wie lange man in Balingen „abgehängt“ sein wird.

Die zusätzliche Unterführung in Frommern brauche man seiner Meinung nach nicht, allerdings wies er auf den Zustand der Fußverbindung hin, welche er in diesem Zusammenhang ertüchtigen lassen würde und für den Bahnübergang erschließen.

Eine endgültige Antwort für den Abschluss der Arbeiten konnte ihm nicht genannt werden, jedoch wolle man bis Mitte, spätestens Ende der 2030 Jahre fertig werden.

Sybille Fleischmann (SPD) hakte außerdem zum Thema Denkmalschutz am Balinger Bahnhof nach. Baudezernent Michael Wagner teilte daraufhin mit, dass dort zwei Bereiche unter Denkmalschutz stehen und die Stadtverwaltung diesbezüglich im Austausch mit der Denkmalschutzbehörde sei. Wirklich weitergekommen sei man in den Gesprächen bisher nicht, allerdings hoffe er, dass das Thema Barrierefreiheit hier doch noch zu einem positiven Ergebnis verhelfen kann, da ein barrierefreier Bahnsteig in den betroffenen Bereichen zwingend notwendig und ein Weg zur Albrechtstraße andernfalls nicht realisierbar sei.