Seit Dienstagvormittag ist der Bahnübergang in Mühlen wieder komplett für den Verkehr passierbar. Die Bauarbeiten sind komplett abgeschlossen – die Mängelangelegenheit jedoch noch nicht.
Autofahrern, die im August durch Mühlen gefahren sind, dürfte diese Erinnerung noch präsent sein: Am Bahnübergang stand ein Tempo-10-Schild. Wer trotzdem schneller fuhr, der schaukelte durch eine tiefe Bodenwelle. Grund für die Bodenvertiefung war eine quer zur Kreisstraße verlaufende zu tief eingebaute Entwässerungsrinne.
Die Deutsche Bahn organisierte mit der verantwortlichen Baufirma die Mängelbeseitigung. Eine Vollsperrung der Kreisstraße war unausweichlich.
Am Dienstagmorgen konnten Autofahrer dann erleichtert aufatmen: Die Strecke war wieder frei. Jetzt darf der Verkehr sogar mit Tempo 50 den Bahnübergang passieren.
Wer bezahlt die Bauarbeiten?
Damit ist zwar die Baustelle beendet, doch für die verantwortliche Baufirma dürfte die Angelegenheit noch nicht erledigt sein. Sabine Matt, Pressesprecherin des Landratsamts Freudenstadt sagt unserer Redaktion auf die Frage nach den Kosten: „Der Auftrag sowie die Kosten werden über die Deutsche Bahn abgewickelt. Der Bereich von der Schiene zur Neckarbrücke mit der Rinne sind Mängel, die gegebenenfalls die Baufirma tragen muss. Beim Angleichungsbereich von der Schiene Richtung Ahldorf werden die Kosten zwischen Deutsche Bahn und Landkreis nach Zuständigkeit geteilt. Die Deutsche Bahn stellt die anteiligen Kosten dem Landkreis in Rechnung.“