Der Bahnübergang in Aach bleibt wohl bis Ende August gesperrt. Foto: Sannert

Seit mehr als einem halben Jahr ist der Bahnübergang in Aach für den Verkehr gesperrt. Und das wird noch eine Weile so bleiben. Denn zeitgleich wird ein Teil der Dornstetter Straße unterhalb saniert. Und wenn der fertig ist, kommt die Kreuzung oberhalb des Bahnübergangs an die Reihe.

Dornstetten-Aach - Eigentlich sollten die Arbeiten am Bahnübergang längst fertig sein. Wegen des frühen Wintereinbruchs, aber auch, weil am Bahndamm Eidechsen entdeckt wurden, habe sich die Maßnahme verzögert, erklärt Bauamtsleiter Alexander Mönch. Die Eidechsen müssen nämlich umgesiedelt werden. Sie bekommen in einem sogenannten Ausweichhabitat ganz in der Nähe ein neues Zuhause. Die Eidechsen dorthin umzusiedeln sei aber erst möglich, wenn es wärmer wird und die Tiere ihre Winterstarre beendet haben, so Mönch.

Stadt nutzt die Zeit für weitere Vorhaben

Weil klar war, dass der Bahnübergang für längere Zeit gesperrt bleibt, um ihn umzugestalten und mit einer Schranke zu versehen, hatte sich die Stadt Dornstetten dazu entschlossen, den angrenzenden Teil der Dornstetter Straße bis zur Einmündung in die Brunnenstraße und die Straße "Im Rank" gleich mit zu sperren und auszubauen. Anfang des Jahres hatte der Gemeinderat der Baufirma dafür den Auftrag erteilt.

Es war vorgesehen, Kanalisation sowie Regenwasser- und Schmutzwasserkanal wie auch Leerrohre fürs Breitband und noch dazu eine Gasleitung zu verlegen. Außerdem sollte die Straßenbeleuchtung ergänzt werden. Die Straße sollte in ihrer bisherigen Breite von rund 5,50 Metern ausgebaut werden. Der Gehweg, der eine Engstelle aufwies, wird nach dem Ausbau durchgängig 1,50 Meter breit sein. Die Gesamtkosten wurden auf 412.000 Euro geschätzt.

Kaum hatte das Unternehmen mit den Bauarbeiten begonnen, kam im Februar der Wintereinbruch und die Baustelle ruhte. So mancher Anlieger konnte daraufhin sein Grundstück nur zeitweise oder gar nicht anfahren. Doch jetzt ist das Ende absehbar. Spätestens Anfang Juli soll die Straßenbaumaßnahme beendet sein, sagt der Bauamtsleiter.

Kontrolle auf Abkürzungsstrecke

Dann gehe es allerdings auf der anderen Seite des Bahnübergangs weiter. Denn hier müsse der gesamte Kreuzungsbereich Dornstetter Straße/ "Auf dem Berg" umgestaltet werden. Die Kosten dafür trägt die Bahn. Die Stadt Dornstetten beteiligt sich mit 16 Prozent.

Der Bahnübergang Aach bleibt also gesperrt, bis beide Maßnahmen beendet sind. Alexander Mönch hofft, dass Ende August alles fertig ist und der Verkehr wieder rollen kann. Bis dahin gilt eine überörtliche Umleitung, die über die Bundesstraße 28 und weiter über Hochgericht- und Bahnhofstraße nach Dornstetten führt.

Wer Ortskenntnis hat und schon einmal versucht hat, die Abkürzung über das Neubaugebiet Kreuz zu nehmen, der konnte wahrscheinlich auch Pech haben. "Die Stadt hat verstärkt Kontrollen durchgeführt", so Mönch.

Mit dem Ausbau des Bahnübergangs und den Straßenbereichen ober- und unterhalb davon wird das Baggern und Bauen in Aach aber noch nicht zu Ende sein. Für das kommende Jahr ist der Ausbau der Dornstetter Straße vom Feuerwehrhaus bis zur Ortsdurchfahrt geplant.

Die Maßnahme sei bereits im diesjährigen Haushaltsplan der Stadt eingestellt, sagt Mönch und erklärt, dass auch sie sich verzögere, weil derzeit noch ein Förderantrag für den Bau des Regenwasserkanals laufe.

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