Der Ausschuss des Kreistags entscheidet am Montag kommender Woche über die künftige Baustelle an der Bahnhofstraße in Bisingen – und das sicher nicht zum letzten Mal.

Während der Neubau der Kita Reute die Aufmerksamkeit auf sich zieht, startet ein weiteres Millionenprojekt: die Sanierung der Bahnhofstraße. Dabei beginnt Bisingen mit dem Tropfen auf den heißen Stein: In der Gemeinderatssitzung vom Juni will das Gremium die Bauarbeiten an der Bahnhofstraße auf Höhe Haus im Park vergeben.

 

Schon Ende Oktober dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossenen sein, bei denen Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen rechnen sollten. Der Zeitplan geht aus den Unterlagen des Ausschusses für Umwelt und Technik des Kreistags hervor, in dessen Sitzung am Montag kommender Woche auch über dieses Projekt entschieden wird. Weil die Bahnhofstraße eine Kreisstraße ist, finanziert der Landkreis den oberen Teil der Bauarbeiten, den man als Verkehrsteilnehmer später auch sehen wird. Kostenpunkt für den Kreis: 90 000 Euro. Die Maßnahme kostet insgesamt rund 500 000 Euro für ein Stückchen von 100 Metern.

Ein städtebaulich relevanter Bereich

Das Bauamt hatte dem Gemeinderat im März berichtet, dass die Sanierung der Bahnhofstraße von der Haupt- bis zur Jahnstraße 4,5 Millionen Euro kosten dürfte. Die Bahnhofstraße befindet sich in der Wahrnehmung zwar weitgehend unter dem Radar, wird in Zukunft aber wichtiger. Zum einen, weil die Leitungen in der Erde absehbar erneuert werden müssen. Im aktuellen Fall geht es um einen Mischwasserkanal, der – anders als in den Planunterlagen verzeichnet – über ein privates Grundstück führt und somit verlegt werden muss. Zum anderen wird die Bahnhofstraße auch städtebaulich relevant, wenn das künftige Maute-Areal bebaut wird. Die Karten zeigen dort von Bäumen gesäumte Parkplätze auf der Seite der Bahnlinie, während gegenüber Rathaus, Quartiersplatz und Polizeistation vorgesehen sind.

Bahnhofstraße: eine Visitenkarte für Bisingen

Die Bahnhofstraße zwischen Maute-Areal, Bahnhof und Kernort wird zentraler Zubringer – und damit eine Art Visitenkarte für Bisingen. Die Arbeiten auf Höhe vom Haus im Park sind erst der Anfang.

Daneben entsteht derzeit ein Mehrfamilienhaus und ein Gebäude, das künftig die Lebenshilfe Zollernalb nutzen will.