Im Frühjahr 2026 sollen die Bauarbeiten für die „Brücke Hürsten“ beginnen. Warum das Baufeld bereits abgesteckt ist.
Die „Brücke Hürsten“ soll eine langersehnte Verbindung zu den Wohngebieten „Hürsten“ und „Hertenwasen“ herstellen. Denn: Wer in die Neubaugebiete fahren will, wird oft von der geschlossenen Schranke ausgebremst. Und auch die Unterführung ist ein Nadelöhr, an dem vor allem Lastwagen scheitern.
Im Frühjahr 2026 sollen die Bauarbeiten endlich beginnen. Nötige Vorbereitungen wurden daher bereits getroffen. Am Hang wurde das Baufeld abgesteckt. Was es damit auf sich hat? Bürgermeister Ermilio Verrengia klärt auf: „Dabei handelt es sich um einen Reptilienschutzzaun, damit sich hier bis zum Baubeginn keine Reptilien ansiedeln können.“
Dieser besteht in der Regel aus einem feinmaschigen Gewebe oder Kunststoffmaterial, das fest im Boden verankert wird, so dass die Tiere nicht darunter hindurchkriechen können. Die Höhe und Struktur des Zauns sind so gestaltet, dass die Reptilien ihn nicht überwinden können.
Eidechsen könnten sich einnisten
In dem Bereich in dem nun bald die „Brücke Hürsten“ entstehen soll, leben Eidechsen, die sich andernfalls bis zum Baubeginn dort einnisten könnten. „Dann müssten sie in Abstimmung mit dem Naturschutz vergrämt oder umgesiedelt werden“, so Verrengia. „Das würde wiederum einen zeitlichen und finanziellen Zusatzaufwand mit sich bringen.“
Umsiedlung kann teuer werden
Eine solche Umsiedlung kann je nach Art und Anzahl teuer werden. Im Rahmen des Bauprojekts „Stuttgart 21“ bezifferte die Deutsche Bahn die Kosten für die Umsiedlung beispielsweise mit 2000 bis 4000 Euro pro Tier.
Besser also, wenn es durch einen Reptilienschutzzaun gar nicht erst zu einer solchen Umsiedlung kommt.