Die Fußgängerbrücke beim Bahnhof Bisingen ist marode und wird teilweise erneuert. Foto: Alexander Kauffmann

Weitere Details zur Sanierung der Fußgängerbrücke beim Bisinger Bahnhof sind bei der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend bekanntgeworden. Ein Überblick.

Fußgängersteg beim Bahnhof, Kritik an der Friedhofspflege und eine bislang unbekannte Wasserleitung – was im Gemeinderat am Dienstagabend neben dem Haushalt noch beschlossen und besprochen wurde, ein Überblick:

 

In einem „recht passablen Zustand“ sieht Bürgermeister Roman Waizenegger den Fußgängersteg beim Bisinger Bahnhof. Nun wird die Treppe (auf der Seite der Bahnhofstraße) erneuert. Holger Maier, Leiter des Bauamts, berichtete auf Nachfrage von Gisela Birr, dass er mit einer Bauzeit von etwa zwei Monaten rechnet. In dieser Zeit wird die Brücke gesperrt. Fahrgäste der Bahn und Passanten müssen in dieser Zeit also den Umweg über die Hauptstraße laufen. Maier: „In den sauren Apfel müssen wir beißen.“ Waizenegger brachte ins Gespräch, die Brücke optisch neu zu gestalten. Bisher sind dort Graffitis zu sehen, die stattdessen verschwinden sollen.

Dieter Fecker äußerte derweil Bedenken gegen das Projekt. „Es wird sein müssen“, sagte er, aber es „tut weh“. Fecker: „Man sieht nix, außer weniger Rost.“ Ihm erscheinen die Kosten sehr hoch, zumal man zusätzlich weitere Arbeiten erbringen müsse, etwa das Legen eines Fundaments. Die Teilsanierung alleine kostet rund 97 700 Euro. Wie Waizenegger daraufhin erklärte, werde es mit dem Ausbau der Regionalstadtbahn ohnehin zu baulichen Veränderungen kommen. Anders ausgedrückt: Es müsste ein Bauwerk errichtet werden, das in einigen Jahren ohnehin abgerissen werden müsste, und das lange vor dem Ende der Nutzungsdauer.

Bahnhofstraße im Visier

Unvorhergesehen muss die Gemeinde 140 000 Euro für die Verlegung einer Kanalisation an der Bahnhofstraße ausgeben. Bei dem Bauprojekt schräg gegenüber vom Haus im Park ist diese Leitung unerwartet aufgetaucht. Die Lage des Rohrs war nicht entsprechend kartiert. Problem: Der Bauherr kann sein Gebäude nicht so errichten wie geplant. Deshalb muss eine Lösung her. Da sie teils auf einem privaten Grundstück verläuft, wird sie nun verlegt und zwar auf einer Länge von 80 Metern. Bereits im Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen.

Christoph Michailidis fragte in diesem Zusammenhang, ob bei dieser Gelegenheit nicht gleich die Leitungen in der gesamten Bahnhofstraße erneuert werden sollen. Waizenegger erteilte dem aber gleich eine Absage. Die Kosten dafür wären viel zu hoch und nur über einen Nachtragshaushalt zu finanzieren.

Maute wird erschlossen

Die Erschließung des Maute-Areals ist erst der Anfang. Später sollen weitere Bereiche folgen, in denen Leitungen und Kanäle erneuert werden. Das hat Bauamtsleiter Holger Maier dem Gemeinderat auf Anfrage von Volker Büschgen berichtet. Der Bereich Maute-Areal gilt mithin als überaus anspruchsvoll. Maier erklärt: Das liegt zum einen an der Vielzahl an Leitungen im Boden, zum anderen an dem Wärmenetz, das dort neu aufgebaut werden soll. Deshalb sei auch ein Konzept notwendig, das definiert, was, wann und wo etwas gebaut wird. Zusätzliche Herausforderung: Im Bereich des Maute-Areals ist der Boden so dicht, dass das Wasser zum großen Teil nicht einfach versickern wird. Es müssen auch hierfür Leitungen verlegt werden, die den gefallenen Regen ableiten.

Friedhöfe in Bisingen

Mehrere Bürger hatten bei der Gemeinde die Pflege der Friedhöfe kritisiert. Die Gemeinde hat dies zum Anlass genommen, das Beschwerdemanagement in diesem Bereich zu verbessern. Hat ein Bürger eine konkrete Beschwerde, könnte er künftig mit dem Unternehmen vor Ort die Lage begutachten. Kritik war aufgekommen, weil ganz offensichtlich das Gras nicht ausreichend gemäht wurde.

Viele Wahlhelfer

Bundestagswahl
Es gibt ausreichend Wahlhelfer für die Bundestagswahl am 23. Februar. Das hat Bürgermeister Roman Waizenegger dem Gemeinderat berichtet. Es haben sich sogar so viele Freiwillige gemeldet, dass die Gemeinde manchen von ihnen absagen musste. Bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde noch händeringend nach Wahlhelfern gesucht.