Das landesweite Bündnis „Pro Gäubahn“ veranstaltet am Freitag, 14. November, entlang der Gäubahnstrecke einen Aktionstag.
Der Protest gegen die Verkehrsführung auf der Gäubahn zwischen Singen und Stuttgart geht weiter. Das landesweite Bündnis „Pro Gäubahn“ veranstaltet am Freitag, 14. November, in den drei südlichen Anrainerstädten Konstanz, Tuttlingen und Rottweil in den Bahnhöfen oder in Bahnhofsnähe einen weiteren Aktionstag.
Das Bündnis teilt den Hintergrund mit: „Anlass ist die fortbestehende Planung, die Gäubahn ab März 2027 in Stuttgart-Vaihingen und damit circa zehn Kilometer vor dem Hauptbahnhof für einen Zeitraum von gut zehn Jahren zu kappen und die Fahrgäste dort zum Umsteigen in die vor allem im Berufsverkehr sowieso schon sehr vollen S-Bahn-Züge zu zwingen – und dies trotz einer seit 150 Jahren bestehenden Alternative über die herrliche Panoramabahn in den bestehenden Kopfbahnhof.“
Zusätzlicher Umstieg
Kürzlich ist zudem bekannt geworden, dass in dieser Zeit für einen nicht weiter konkretisierten Zeitraum von etlichen Monaten zusätzlich auch noch eine Sperrung des Streckenabschnittes Böblingen – Vaihingen dazukommen wird und damit in dieser Zeit ein zusätzlicher Umstieg auf Ersatzbusse notwendig sein wird.
Das Bündnis teilt dazu mit: „Das bedeutet für den südwestlich von Stuttgart liegenden Landesteil mit 1,4 Millionen Menschen über eine längere Zeit eine deutliche Verschlechterung der Bahnanbindung und wird diese auch international wichtige Verbindung in die Schweiz und weiter nach Italien nachhaltig schädigen. Es wird sicherlich auch manche Fahrgäste zum Umstieg ins Auto bringen – was angesichts der Klimaproblematik völlig kontraproduktiv ist.“
Das Bündnis will vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 das Thema erneut in die Öffentlichkeit tragen. Dazu sind in den drei Städten an diesem Aktionstag Kurzdiskussionen mit den jeweiligen Landtagskandidaten sowie mit Vertretern des Bündnisses „Pro Gäubahn“ und mit Hans-Jörg Jäckel vom Gäubahnkomitee Stuttgart vorgesehen. Hierzu eingeladen worden sind die jeweiligen Landtagskandidaten von sämtlichen demokratischen Parteien. Anwesend sein und Stellung beziehen wird zudem auch der Bundesvorsitzende der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch.
Ablauf des Tages
Der Aktionstag beginnt um 13.30 Uhr in Konstanz in den „Freiräumen“ in der Hofhalde in der Konstanzer Altstadt – in fünf Minuten Entfernung vom Bahnhof. Nach Fahrt mit der Bahn wird der Tag um 16 Uhr in der Bahnhofshalle in Tuttlingen fortgesetzt.
Für den Raum Horb und Kreis Freudenstadt am nächsten liegt dann der Abschlussort Rottweil. Die dortige Diskussionsveranstaltung wird gegen 17.15 Uhr in der Cafébar im Bahnhof beginnen. Eine Fahrtmöglichkeit hierzu aus Horb besteht um 16.07 Uhr mit dem IC/RE nach Zürich.