Die Stadt Rottenburg hat inzwischen die Kanal-, Wasser- Gas und Telekommunikationsleitungen in der Gosbertstraße in Ergenzingen erledigt. Jetzt wird unter der vorhandenen Eisenbahnbrücke eine einspurige Fahrbahn eingerichtet.
Dies teilte am Mittwoch die stellvertretende Ortsvorsteherin Cornelia Ziegler-Wegner bei der Sitzung des Ortschaftsrats mit. Die provisorische Fahrspur soll über die gesamte Bauzeit bestehen bleiben. Sie werde der Mitteilung zufolge aber ausschließlich für Busverkehr, Rettungskräfte und Fußgänger zur Verfügung stehen. Cornelia Ziegler-Wegner nimmt aber an, dass auch Radfahrer das Provisorium nutzen dürfen. Der allgemeine Verkehr werde über die B28 umgeleitet.
Beginn am 30. Oktober
Wie die Sitzungsleiterin weiter mitteilte, will die Deutsche Bahn die Arbeiten zum Brückenneubau am 30. Oktober beginnen. Im Bereich der Baustelle finden dann zunächst Vegetations- und weitere Kabelarbeiten statt. Im Anschluss werde die Baustelle eingerichtet. Die Herstellung des neuen Brückenbauwerks erfolge zwischen Dezember 2023 und Mai 2024. Das neue Bauwerk werde dabei als Stahlbeton-Halbrahmen direkt neben der Bestandsbrücke hergestellt. Während einer Totalsperrung der Bahnstrecke soll vom 18. Mai bis 1. Juni 2024 die alte Brücke abgebrochen und die seitlich neu errichtete Brücke über Verschubfundamente in die Endlage eingeschoben werden. In den Nächten von 13. bis 17. Mai 2024 würden die hierzu notwendigen Vorarbeiten ausgeführt, dann seien die Herstellung der Straße sowie kleinere Restarbeiten vorgesehen.
Gosbertstraße gesperrt
Die Gosbertstraße werde, so Cornelia Ziegler-Wegner, im Zeitraum der Abbruch- und Wiederherstellungsarbeiten der Brücke voraussichtlich von 16. Mai bis 5. Juni 2024 sowie während den Komplettierungsarbeiten der Straße vom 3. Juni bis 18. Juli 2024 gesperrt. In der restlichen Zeit bleibe die Gosbertstraße für Busverkehr und Fußgänger mit entsprechender Verkehrsregelung beschränkt im Betrieb.
Weiter teilte sie mit, dass Ausnahmegenehmigungen für den Verbindungsweg zwischen Junghansring und Kornstraße hier nicht gelten.
Reiunhold Baur (CDU/UB) merkte dazu an, dass es ursprünglich nicht geplant war, die Gospertstraße so lange zu sperren. Es wäre ökologisch sinnvoll gewesen, die Straße frei zu geben. Hunderte von Kilometern würden erspart bleiben.