Die frühere Trasse der Eisenbahnlinie von Schiltach nach Schramberg ist hier noch zu erkennen. Jetzt hat der Kreistag die Vergabe der Machbarkeitsstudie hinsichtlich seines Anteils abgelehnt. Foto: Wegner

Es wird wohl keine Machbarkeitsstudie hinsichtlich der Reaktivierung der Bahnlinie zwischen Schiltach und Schramberg geben. Der Kreistag hat bei Stimmengleichheit die Vergabeentscheidung hinsichtlich seines Anteils abgelehnt.

Schramberg/Schiltach/Rottweil - Mit 15 800 Euro hätte sich der Kreis an der Machbarkeitsstudie beteiligen sollen – die gleiche Summe nochmals hätten die Städte Schiltach und Schramberg mit jeweils 7900 Euro beigesteuert. Den Löwenanteil von 75 Prozent der Kosten hätte das Land mit einem Höchstbetrag von 100 000 Euro getragen.

Angebot über 126 660 Euro

Dem Kreistag war ein Angebot für diese Studie der Firma Transport-Technologie-Consult aus Karlsruhe vorgelegen. Diese hätten die Aufgabe für 126 600 Euro netto übernommen. Bei der jetzigen Vergabe hatten 13 Ratsmitglieder für die Vergabe, 13 dagegen gestimmt – damit ist diese aufgrund Stimmengleichheit abgelehnt.

Die Idee einer Untersuchung hinsichtlich einer Eisenbahnverbindung von Schramberg nach Schiltach – und damit eine Anbindung an den Großraum Straßburg war vom Fahrgastverband Pro Bahn und speziell von Pro-Bahn-Mitglied Armin Fenske aufgeworfen und in jüngerer Zeit kontrovers diskutiert worden.