2022 war Lahr bereits Austragungsort für das SBFV-Pokalfinale – die ARD berichtete bereits damals live. Foto: Lübke

Im Pokal-Halbfinale war für den SC Lahr am Mittwoch Schluss. Der Verein hat sich nun jedoch um die Ausrichtung des Finals beworben. Ebenfalls im Rennen: Der Offenburger FV.

Den zweiten Pokalfinaleinzug der Vereinsgeschichte hat der SC Lahr am Mittwochabend knapp verpasst. Mit 0:1 musste sich der Verbandsligist dem Favoriten Bahlinger SC geschlagen geben. Der Noch-Regionalligist steht damit zum zweiten Mal hintereinander im Endspiel des SBFV-Pokals. Dort trifft der Titelverteidiger vom Kaiserstuhl auf den Rekordsieger FC 08 Villingen.

 

Die Paarung für den Höhepunkt des südbadischen Amateurfußballs steht also – offen ist noch der Austragungsort des Pokalfinales. Dabei zeigt sich: Auch wenn der SC Lahr den Sprung ins Endspiel verpasst hat, könnte die Stadt eine Rolle im Finale spielen – als Gastgeber.

„Wenn wir schon nicht im Finale stehen, würden wir das Spiel natürlich gerne ausrichten“, bestätigte der SCL-Vorsitzende Frank Müller am Donnerstag, dass man den Hut in den metaphorischen Final-Ring geworfen habe.

Den Aufwand für die Orga würden die Lahrer gerne erneut in Kauf nehmen

Die Lahrer haben mit der Ausrichtung dieses Spiels bereits Erfahrung. 2018 und 2022 feierten jeweils Tausende Zuschauer ein Fußballfest im Stadion an der Dammenmühle. Der Organisationsaufwand für dieses Spiel ist enorm: Für die Fernsehübetragung in der ARD etwa benötigt es im Lahrer Stadion eine Hebebühne, das Catering und die Sicherheit sind weitere Themen, die deutlich mehr Planung benötigen, als ein normales Verbandsliga-Spiel. Und dennoch würde sich der SC Lahr dieser Aufgabe gerne stellen.

Am Ende entscheidet der Verband über den Spielort

Die Entscheidung darüber liegt beim Südbadischen Fußballverband (SBFV). Ursprünglich waren Informationen unserer Redaktion zufolge die vier Stadien Villingen, Bahlingen, Emmendingen und Offenburg im Rennen um die Ausrichtung – Lahr war also zunächst nicht dabei. Weil nun Villingen und Bahlingen im Finale stehen, fallen diese beiden Orte raus. Denn Heimrecht soll keiner der beiden Finalisten haben. Zudem wäre Emmendingen zu nahe an Bahlingen, was auch diese Option ausschließt.

Bliebe also noch das Karl-Heitz-Stadion in Offenburg, das schon bald dem entstehenden Landesgartenschaugelände weichen soll. Das SBFV-Pokalfinale 2026, das am selben Tag wie das Endspiel im DFB-Pokal (23. Mai) stattfindet und in einer Konferenz in der ARD übertragen wird, wäre also ein letztes großes Highlight für das Stadion, das in der Vergangenheit so manch großes Spiel erlebte.

Mit einer zeitnahen Entscheidung ist zu rechnen

Mit einer Entscheidung durch den Verband ist in der kommenden Woche zu rechnen. Es ist zu hören: Sollte der OFV das Finale in Offenburg ausrichten wollen, bekäme er wohl auch den Zuschlag.

Dieses Jahr nicht im Dreisamstadion

Klar ist dagegen bereits, dass das Endspiel in diesem Jahr nicht im Freiburger Dreisamstadion steigen wird. Dort verlor der SC Lahr 2024 gegen den FC 08 Villingen das Finale, im Vorjahr gewann dort der Bahlinger SC gegen den FC Auggen. Bereits in der vergangenen Woche hatte der SBFV bestätigt, dass das Finale in diesem Jahr vorerst nicht mehr im Freiburger Stadion stattfinden wird.

Vieles noch unklar

Nicht nur die Frage nach dem Spielort ist noch nicht geklärt. Ebenfalls noch offen ist etwa die Frage nach der Anstoßzeit für das Südbadische Pokalfinale. Den gesamten Tag über überträgt die ARD im Rahmen von mehrerer Konferenzen den „Finaltag der Amateure“ am Samstag, 23. Mai, live. Die insgesamt 21 Finalspiele werden um 11.30 Uhr, 13.30 Uhr, 15.30 Uhr und 16.30 Uhr angepfiffen. Die genaue Anstoßzeit in Südbaden wird in Absprache mit dem übertragenden TV-Sender festgelegt.