Die Winterpause auf der Baustelle im Stadtpark Kleb in Nagold ist beendet. Foto: Heiko Hofmann

Die Winterpause ist beendet. Die Großbaustelle im Kleb hat wieder den Betrieb aufgenommen. Das heißt auch: Es wird wieder laut. So geht es im Kleb weiter.

Wer derzeit durch den Stadtpark Kleb in Nagold läuft, kann die Parkanlage kaum wiedererkennen. Ein paar Spaziergänger und sogar spielende Kinder trifft man zwar noch, vor allem aber ist nahezu das gesamte Areal fest in den Händen von Bauarbeitern.

 

Die gesamte Rasenfläche gleicht optisch einer Hügellandschaft. Nicht nur an der Nagold wird wieder emsig tief im Erdreich gebuddelt und gearbeitet. Auch am großen Kleb-Spielplatz haben die Arbeiten für das neue Spielgelände begonnen. Nur der alte Spielplatzbereich direkt am Kiosk ist weiter nutzbar. Für die Neugestaltung des anschließenden Spielgeländes sind bis jetzt vor allem Erdmassen bewegt worden.

Die Klebwiese ist derzeit fest in Baustellenhand. Foto: Heiko Hofmann

Erdhügel umgeben auch die Großbaustelle an der Nagold. Auf beiden Seiten – sowohl am Krautbühlpark als auch im Kleb selbst wird wieder an der Rohrverlegung gearbeitet. Dieser Tage sind die Arbeiten dort nach einer Winterpause wieder aufgenommen worden. Lärmbelästigungen inklusive.

Eine Rammung ist durchaus mit Lärm verbunden

„Im Stadtpark Kleb werden die Arbeiten am Rohrvortrieb fortgesetzt“, informierte die Stadt Nagold in einer Pressemitteilung. Vor Weihnachten hätten die Maßnahmen „witterungs- und bauablaufbedingt“ nicht vollständig abgeschlossen werden können. Also geht es nun munter weiter.

Laut Angaben der Stadt Nagold steht die Rammung des dritten und vierten Rohres an. Und solch eine „Rammung“ ist durchaus mit viel Lärm verbunden.

Solche Rohre werden im Kleb durch den Boden gerammt. Foto: Heiko Hofmann

„Dabei kommen erneut spezielle Hammerverfahren zum Einsatz, durch die es zu deutlichen Klopfgeräuschen und damit zu Lärmbelastungen im Umfeld des Stadtparks kommen kann“, bittet die Stadt Nagold um Verständnis.

Nach aktuellem Stand sollen diese Rammarbeiten bis Ende nächster Woche (KW 6) abgeschlossen sein.

Und so geht es dann weiter: Die Stahlrohre, die einen Durchmesser von 1000 Millimeter haben, sind nach der Rammung mit dem Erd- und dem Gesteinsmaterial gefüllt, durch das sie gerammt wurden. „Bei diesem Verfahren wird kein Erdvolumen verdrängt oder entnommen“, erörtert Nagolds Pressesprecherin Julia Glanzmann auf Nachfrage der Redaktion.

Anschließend muss das Erdmaterial aus dem Rohrinneren ausgeräumt werden, so dass der Innenraum des Stahlrohres wieder frei ist. „Erst dann können die Medienleitungen im Nachgang über ein Schienensystem in die Stahlrohre eingezogen werden“, informiert die Stadt Nagold.

Beidseitig der Nagold wird gebuddelt. Foto: Heiko Hofmann

In den Rohren verlegt werden Schmutz- und Regenwasserkanal, Trinkwasserleitung, Leerrohre und Nahwärmeleitungen.

Die Stadt bittet um Verständnis für die vorübergehenden Beeinträchtigungen. Dabei ist im Kleb derzeit auch nahezu der gesamte Wiesenbereich abgesperrt und muss umgangen werden. Zudem gibt es für Fußgänger von der Klebbrücke in Richtung Badepark derzeit kein Durchkommen. Beide Fußwege an der Nagold sind von der Großbaustelle durchschnitten.