Mit einem Kettenbagger wurde der auf der Seite liegende Bagger wieder aufgerichtet. Foto: Timo Beyer

Die Bergung des nahe Forbach abgestürzten Baggers schreitet voran. Am Donnerstag wurde eine Furt durch die Murg angelegt und die abgestürzte Baumaschine erstmals aufgerichtet.

Rund um den Bagger, der in der Nacht auf Montag bei Arbeiten an der Murgtalbahn abgestürzt ist, entsteht immer mehr provisorische Infrastruktur. Der Aufwand ist beachtlich, der betrieben werden muss, um das Baumaschinenwrack zu bergen.

 

Bereits am Dienstag hatte das Technische Hilfswerk eine Behelfsbrücke über die Murg errichtet, damit Arbeiter und Monteure trockenen Fußes den Fluss überqueren können. Später wurde eine Schneise durch das Waldstück angelegt, das das Ufer von einem Rad- und Forstweg trennt, der als einzige Straße durch das Tal führt. Mit einem sogenannten Schreitbagger wurde zudem die Unfallstelle von Sträuchern und Geröll befreit.

„Gestern Abend wurde dann Schüttgut angefahren, und heute haben wir eine Furt gebaut“, berichtet Frank Weißmann, Leiter der Bahnmeisterei Forbach, am Donnerstagnachmittag bei einem Gespräch mit unserer Redaktion vor Ort. Dadurch könne nun ein größerer Bagger, ein sogenannter Kettenbagger, auf die andere Uferseite fahren.

Da vorab eine Furt hergestellt wurde, kann der Kettenbagger nun durch den Fluss hindurch fahren. Foto: Timo Beyer

Mit diesem Kettenbagger wurde dann das Gelände rund um die Unfallstelle weiter von möglichen Hindernissen befreit. Ziel sei es, einen möglichst ebenen Weg herzustellen, um das schwer beschädigte Fahrzeug schließlich über die Furt schleppen zu können.

Als Vorbereitung dafür wurde der abgestürzte Bagger, der bislang auf der Seite lag, am Donnerstag von dem Kettenbagger erstmal wieder aufgerichtet. Vorab gab es allerdings noch einiges zu erledigen. „Öle wurden abgepumpt und Undichtigkeiten wurden abgedichtet“, erklärt Weißmann. Zudem sei das Schienenfahrwerk vom Rest des beschädigten Baggers getrennt worden. Dadurch konnte Gewicht eingespart werden.

Beim entscheidenden Moment, dem Aufrichten des Baggers, sei dann auch die Feuerwehr dabei gewesen – „um eventuell auslaufende Öle direkt binden zu können“, erklärt Weißmann. Doch alles ging gut. Wie der AVG-Mann berichtet, ist beim Aufrichten nichts ausgelaufen.

Und es gab noch mehr gute Nachrichten für die Bergungsmannschaft: „Die Räder sind lauffähig und die Lenkung wurde geradegestellt“, berichtet Weißmann. Am Freitag soll dann eine neue schwere Maschine eingesetzt werden, ein sogenannter Rückezug, der den Bagger dann über die Murg schleppen soll. Auf der anderen Uferseite wird der Bagger dann mit einem Tieflader abtransportiert.

Anschließend werde das Umweltamt die Fläche sichten, auf der der Bagger gelegen hat. Es werde dann geprüft, ob im Zuge des Unfalls Stoffe ausgelaufen sind und ob der Boden abgetragen werden muss.