Der Schreitbagger ist an der Absturzstelle im Einsatz. Im Hintergrund ist der abgestürzte Bagger zu sehen. Foto: Timo Beyer

Nachdem ein Bagger bei Vegetationsarbeiten an der Murgtalbahn abgestürzt ist, gibt die Polizei nun erste Erkenntnisse zur möglichen Ursache bekannt.

Rund 20 Meter stürzte ein Bagger in der Nacht auf Montag nahe Forbach in die Tiefe. Der Fahrer wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Seit Tagen laufen nun an einem schwer zugänglichen Ufer der Murg die aufwendigen Bergungsarbeiten.

 

Bislang war unklar, warum die Baumaschine während der Vegetationsarbeiten an der Murgtalbahn abgestürzt war. Doch am Donnerstag gab die Polizei nun auf Anfrage unserer Redaktion erste Informationen zur möglichen Unfallursache bekannt.

„Es läuft auf einen menschlichen Fehler, einen Bedienfehler hinaus“, erklärt ein Sprecher der Polizei. Ein technischer Defekt habe vermutlich nicht vorgelegen. Auch ein Fremdverschulden schließt die Polizei aus.

Die Folge: Aus Sicht der Polizei gibt es praktisch keinen Grund mehr, noch weiter zu ermitteln, auch wenn die Untersuchungen derzeit noch nicht offiziell abgeschlossen sind. „Wir werden vermutlich nicht viel mehr herausfinden können“, so die Einschätzung des Sprechers.

Wohl einen Felsbrocken angehoben

Somit bleibt vorerst unklar, was genau geschehen ist. Nur so viel konnte die Polizei rekonstruieren: Kurz vor dem Unfall habe der Bagger wohl einen Felsbrocken angehoben und sei beim Schwenken in eine Schräglage geraten. Im Zuge dessen verlor die Maschine offenbar das Gleichgewicht und stürzte sich überschlagend ab.