Das Areal Hahn & Schneckenburger ist kaum wiederzuerkennen: Große Erdmassen werden dort bewegt, um die Erlebnisauen herzustellen. Diese naturnahe Hüfellandschaft soll im Gartenschaujahr eine der Atraktionen und darüber hinaus Anziehungspunkt für junge Balinger sein. Foto: Privat

"Unsere Gartenschau wächst", betont Niko Skarlatoudis, Fachbereichsleitung Marketing und Veranstaltungen. Die Erlebnisauen bei der Bizerba-Arena würden Gestalt annehmen und bei der Gartenschau 2023 dann ein "Naturerlebnis inmitten einer naturnahen Hügellandschaft bieten".

Balingen - Die Erlebnisauen bilden den grünen Auftakt im Norden der Gartenschau. Mit den ersten Pflanzungen habe nun die umfangreiche Baumpflanzaktion im Rahmen der Gartenschau im Bereich der Erlebnisauen begonnen. Gepflanzt werden heimische Gehölze, hoch- und mehrstämmige Bäume wie zum Beispiel Erlen, Vogel-Kirsche, Hänge-Birke, Zitterpappel sowie Sträucher wie Schwarzer Holunder, Roter Hartriegel, Hunds-Rosen, Schlehdorn.

Als nächstes folgen laut Skarlatoudis dann die Stauden und Gräser sowie die Einsaat der Wiese. Im Herbst würden abschließend noch Frühjahrsgeophyten gesetzt.

Wassernaher Auftakt zur Gartenschau

Die neu geplanten Hügel im Bereich der Erlebnisauen seien diejenigen Flächen, die sowohl räumlich als auch gestalterisch am weitesten von der Innenstadt entfernt und am nächsten an der freien Landschaft liegen.

Die entsprechend gestaltete Hügellandschaft werde der nördlichste Ausläufer des Geländes sein und damit gleichzeitig ein grüner und wassernaher Auftakt zur Gartenschau.

Die Entsiegelung der Gewerbebrache werde die ökologische Bilanz deutlich verbessern. Unter dem Überbegriff "Naturerlebnis" sollen dann Ausstattungen aus natürlichen Materialien zum Erforschen, Spielen und Genießen anregen.

Sitztreppe als neuer Aufenthaltsbereich am Flussufer

"Im Bereich der Eyach", so Skarlatoudis, "werden durch das Errichten einer böschungsbegleitenden Sitztreppe neue Aufenthaltsbereiche am Flussufer geschaffen. Die gegenüberliegende Einmündung des Reichenbachs in die Eyach wird durch eine naturnahe Umgestaltung ökologisch aufgewertet." Der Sohlverbau werde entfernt, um die natürliche Funktion des Flussbetts wiederherzustellen. Der Absturz an der Mündung werde in eine Fischtreppe umgebaut, um den schwimmenden Eyachbewohnern beim Übergang zu helfen. Skarlatoudis: "Ein Wanderweg für Fische."

Seit dem Start der Baumaßnahme auf dem ehemaligen Hahn & Schneckenburger-Areal im Herbst 2020 sei sehr viel passiert, erinnert Skarlatoudis an den Baubeginn in den Erlebnisauen im Oktober, an die Modellierungs- und Erdarbeiten bis März sowie an die nun begonnene Baumpflanzaktion.