Die Filiale der Bäckerei Krachenfels ist schon länger geschlossen. In einigen Wochen will hier nun die Bäckerei Schneckenburger ein Geschäft eröffnen. Foto: Daniela Schneider

Die Bäckereifiliale am Schwenninger Hockenplatz wird von einem Tuttlinger Unternehmen übernommen. Dessen Geschäftsführer Marc Schneckenburger sagt, warum man sich dazu entschieden hat und wann die Eröffnung geplant ist.

Monatelang gingen in der Bäckereifiliale am oberen Ende der Muslen keine Backwaren mehr über den Verkaufstresen. Jetzt aber soll sich das in absehbarer Zeit wieder ändern: Die „Meisterbäckerei Schneckenburger“ aus Tuttlingen erweitert nämlich erneut ihr Filialnetz und übernimmt das Geschäft der Firma Krachenfels. Diese hatte hier am Hockenplatz eine Bäckerei mit angeschlossenem Café unterhalten.

 

Im vergangenen Herbst hatte das Unternehmen Krachenfels, das seinen Sitz in Mönchweiler hat, Insolvenzantrag gestellt. Die Filiale in der Schwenninger Innenstadt war da bereits schon einige Zeit geschlossen gewesen, und daran hat sich bis zum heutigen Tag auch noch nichts geändert – das Geschäft ist verwaist, die Auslage leer und an der Eingangstür findet sich ein Hinweis, dass man geschlossen hat.

Nun aber gibt es Neuigkeiten: Das Fachgeschäft mit Café sei „bereits wieder fest vergeben und wird nach einer umfassenden Umbauphase und einer kompletten Neugestaltung des Ladens mit Café weitergeführt“, berichtet nämlich Marc Schneckenburger auf Anfrage der Redaktion. Er ist einer der Geschäftsführer des Familienunternehmens aus Tuttlingen.

Umbau binnen zweier Monate

Die Umbauten, so fasst er weiter zusammen, sollen in den nächsten acht Wochen über die Bühne gehen. „Das Team der Meisterbäckerei freut sich auf Schwenningen und kann die Eröffnung kaum abwarten“, versichert er.

Zunächst hatte auch im Raum gestanden, dass die Tuttlinger Firma die Bäckereifiliale im City-Rondell übernehmen könnte, die dort wiederum infolge der Insolvenz der Großbäckerei Sternenbäck leer steht. Aus dieser Übernahme wurde dann aber doch nichts. Hier hätten die Parkplätze vor der Türe gefehlt, sagt Marc Schneckenburger. Stattdessen hat man sich nun also für die bisherige Krachenfels-Filiale entschieden.

Schneckenburger betont: „Die Schwenninger Innenstadt hat Potenzial für einen klassischen Bäcker mit Frühstücksangeboten.“ In unmittelbarer Nähe gibt es weitere Einkaufsmöglichkeiten, man liegt im Zentrum der Stadt, die Hochschulen sind in unmittelbarer Nähe, und in der Innenstadt gibt es auch Wohnraum und damit potenzielle Kundenfrequenz. Hinzu kommt: Der Standort kann auch mit dem Pkw gut angefahren werden. „Der Standort passt sehr gut zu uns“, sagt der Geschäftsführer. Es habe auch viele Anfragen von Schwenninger Kunden gegeben.

Unternehmen in dritter Generation

Man sei „ein modernes Familienunternehmen in der dritten Generation mit Fachgeschäften und Cafés“ in einem Radius von 60 Kilometern „rund um die Backstube in Tuttlingen“, sagt Geschäftsführer Marc Schneckenburger.

In VS unterhält Schneckenburger bereits drei Filialen, darunter diese hier in Villingen. Foto: Schneckenburger

Die Tuttlinger Bäckerei produziere täglich frische Backwaren und Kuchen mit regionalen Zutaten. Die Produkte kämen alle aus der modernen handwerklichen Backstube und würden „teilweise auch mehrmals täglich frisch vor Ort auf der Steinplatte gebacken“. Auch ein Snacksortiment, hausgemachte Salate und eine Heißtheke mit Fleischkäse und Co. würden in Schwenningen Einzug halten, ebenso wie ein Frühstückssortiment. In Villingen-Schwenningen ist Schneckenburger schon mit drei Filialen vertreten, im Schwarzwald-Baar-Center, beim Bahnhof Villingen und im Modepark Röther in Villingen. Filialen gibt es in der Region außerdem unter anderem in Bad Dürrheim, Trossingen, Mönchweiler, Donaueschingen und einigen weiteren Gemeinden und Städten. In Villingen baut Schneckenburger außerdem am Krebsgraben ein neues, frei stehendes Bäckereicafé. Dieses soll bis Mitte des Jahres fertiggestellt werden.