Hildabrötle sind ein Klassiker unter dem Weihnachtsgebäck und auch bei den Kunden der Bäckerei Beha beliebt. Foto: Pixabay//Tikovka1355

Zu früh für Lebkuchen, Spekulatius und Co.? Von wegen, sagen die Supermärkte und füllen ihre Regale bereits im September mit reihenweise Weihnachtsgebäck. Bei den örtlichen Bäckereien sieht die Nachfrage hingegen etwas anders aus.

Kürzlich lagen die Temperaturen noch bei über 30 Grad, jetzt ist der Spätsommer in vollem Gange.

Doch kaum neigt sich der Sommer dem Ende zu, läuten die Supermärkte bereits die Weihnachtszeit ein – Ab September stapeln sich in den Supermarkt-Regalen weihnachtliche Köstlichkeiten. Von Vanillekipferl über Lebkuchen bis hin zu Spekulatius-Keksen ist alles dabei, was das Herz in der Weihnachtszeit begehrt – nur eben vier Monate vor dem eigentlichen Fest.

Was bei manchen Kunden für Kopfschütteln sorgt, steht bei anderen auf der Einkaufsliste. Die Supermärkte begründen den frühen Start des Aktionszeitraums mit der Nachfrage der Kunden, doch können das auch die örtlichen Bäckereien behaupten? „Viele Kundinnen und Kunden freuen sich, bereits im September diese Artikel kaufen zu können, auch wenn es dann noch einige Monate bis Weihnachten sind“, betont Florian Heitzmann, Sprecher von Edeka Südwest. Edeka beginne ab Anfang September mit dem Verkauf von Weihnachtsgebäck. Das Sortiment umfasse zunächst Dominosteine und Gebäck wie beispielsweise Lebkuchen und Spekulatius-Kekse, erläutert der Pressesprecher. „Bei der Planung achten wir darauf, besonders hitzeempfindliche Produkte grundsätzlich später in den Verkauf zu nehmen“, ergänzt er.

Scheinbar freuen sich viele Kunden über das Angebot

Auch Julia Leipe, Sprecherin von Aldi Süd, bestätigt, dass die Nachfrage der Kunden nach typischen Weihnachtsartikeln wie Lebkuchen, Baumkuchen, Butter-Mandel-Stollen und Butter-Spekulatius im September wächst. Aus diesem Grund beginnt Aldi Süd bereits ab Mitte September mit dem Verkauf dieser Artikel.

Keine Nachfrage bis Oktober

Doch wie handhaben das die örtlichen Bäckereien? Stehen auch hier die Kunden im September für die weihnachtlichen Kekse bereits Schlange?

„Eine Nachfrage nach Weihnachtsgebäck können wir bis Oktober nicht feststellen“, informiert Matthias Riegger von der Kutmühle auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Kutmühle biete ab Anfang November täglich Gebäcke an, die typisch für die Winter- und Weihnachtszeit sind, teilt Riegger mit. Im Sortiment habe die Bäckerei Dinkelbuttergebäck, Früchtebrot, Lebkuchen und Christstollen. „Oftmals sind es einfache Gebäcke, gut gemacht, welche unsere Kunden schätzen“, weiß Riegger.

Kokosmakronen, Zimtsterne und Stollen

Manuel Beha, Inhaber der Bäckerei Beha in Villingen, bestätigt ebenfalls, dass seine Kunden aktuell noch kein Weihnachtsgebäck nachfragen würden. Die Bäckerei könne eine Nachfrage erst ab Anfang Oktober feststellen. „Wir beginnen unsere Produktion in der letzten Oktober-Woche“, sagt Beha. Ab dann werde das Gebäck auch verkauft.

Bis Weihnachten können sich die Kunden wöchentlich über acht Sorten Weihnachtsgebäck freuen. Die Lieblingssorten der Kunden seien unter anderem Zimtsterne, Springerle und Hildabrötle, aber auch Kokos- und Haselnussmakronen umfassen das Sortiment der Bäckerei. Darüber hinaus bietet die Bäckerei auch Früchtebrot und Christstollen an – jeweils auch in einer Vollkorn-Variante.

Ob man sich bereits im September in weihnachtliche Stimmung versetzen lässt oder lieber doch auf den traditionellen Start der Adventszeit wartet, das bleibt letztendlich jedem selbst überlassen. In Villingen-Schwenningen ist für ausreichend Weihnachtsgebäck in jedem Fall gesorgt.