Der Familienbäcker Saur in Horb sorgt mit einer kreativen Namensänderung für Aufsehen: Der klassische Berliner trägt dort den Namen „Gsälzküchle“. Was hinter dieser Idee steckt? Wir haben mit Geschäftsführer Matthias Saur gesprochen.
Der Familienbäcker Saur hat mehre Filialen in und rund um Horb. Neben Butterbrezel, Brötchen & Co. gibt es seit einigen Jahren dort auch das „Gsälzküchle“ zu kaufen. Dabei handelt es sich nicht um ein neues Produkt, sondern um eine Namensänderung einer altbekannten Backware: Der Berliner trägt beim Familienbetrieb den Namen „Gsälzküchle“.
Doch was steckt hinter dieser kreativen Namensgebung? Wir haben bei Geschäftsführer Matthias Saur nachgefragt.
Der Berliner hieße in seiner Bäckereikette schon seit einigen Jahren so, erzählt Saur im Gespräch mit unserer Redaktion. Doch aus welchem Grund? „Wir kamen darauf, weil ’Gsälz’ das schwäbische Wort für Marmelade ist, erklärt er.
Er ergänzt: „Wir möchten damit die Aufmerksamkeit der Kunden auf uns lenken, weil wir die Einzigen sind, die diese Bezeichnung für den Berliner verwenden. Zudem kochen wir unsere Marmelade selbst - auch das möchten wir damit kommunizieren.“
Die Besonderheit hervorheben
Nicht jeder spricht oder versteht jedoch den schwäbischen Dialekt, insbesondere die jüngeren Kunden. Matthias Saur sieht darin jedoch kein Problem: „Darüber mache ich mir keine Sorgen. Wenn jemand in einer Filiale nach einem klassischen Berliner fragt, wissen die Verkäufer genau, was gemeint ist. Sie können den Kunden dann auch erklären, warum wir das Produkt anders benannt haben.“
Für andere Produkte ist derzeit keine Namensänderung geplant. „Aktuell gibt es keine weiteren Änderungen. Grundsätzlich ändern wir die Namen nur, wenn wir ein neues Produkt kreieren. So haben wir auch das Zwei-Nächte-Brot benannt, weil der Teig zwei Nächte lang ruht. Wie beim ’Gsälzküchle’ möchten wir auch hier die Besonderheit unseres Produkts hervorheben.“