Das Badkap war zeitweise ohne Strom. (Archivfoto) Foto: Nölke

Im Lautlinger Erlebnisbad Badkap ist am Montagabend der Strom ausgefallen – die defekte Stromleitung wird nun repariert. So ging es am Dienstag im Schwimmbad weiter.

Wie die Albstadtwerke auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt haben, war um 18.07 Uhr eine Störmeldung bei ihnen eingegangen: Im Mittelspannungsnetz, das aus dem Umspannwerk Berliner Straße gespeist wird, war es zu einem Erdschluss gekommen, weil zuvor auf dem Badkap-Gelände ein Mittelspannungskabel beschädigt worden war.

 

Es wurde gegen 18.30 Uhr abgeschaltet; als Folge davon war das Badkap zeitweilig vom Stromnetz abgetrennt. Was wiederum zur Folge hatte, dass Schwallwasser nicht mehr abgepumpt werden konnte und deshalb in einen Pumpenkeller des Rutschenhauses lief.

Dies führte einige Zeit später – die Alarmierung erfolgte laut Truppführer Michael Angele gegen 20.30 Uhr – zu einem Einsatz der Lautlinger Feuerwehr, weil der Pumpenkeller vollzulaufen drohte

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich im Badkap schon keine Badegäste und auch kein Personal mehr. Auf der Baustelle vermutete Angele auch die Ursache des Stromausfalls; er ging davon aus, dass ein Bagger eine Stromleitung beschädigt habe.

„Andernfalls wäre die Technik abgesoffen“

Der Stromausfall wurde noch im Lauf des Montagabends von Mitarbeitern der Albstadtwerke-Rufbereitschaft behoben; sie stellten die Stromversorgung über ein zweites Kabel wieder her: Gegen 22.30 Uhr floss wieder Strom.

Bis dahin hatte die Feuerwehr mit zwei Notstromaggregaten und Tauchpumpen dafür gesorgt, dass die Lage nicht außer Kontrolle geriet. „Andernfalls wäre die Technik wohl komplett abgesoffen“, nimmt Angele an.

„Zum Glück führen zwei Stromleitungen zum Badkap“

Das ist sie nicht – die insgesamt zehn Pumpen haben den Vorfall ohne Schäden überstanden, das bestätigte Marcus Eichstädt, Geschäftsführer der g1-Bäderbetriebe, unserer Redaktion am Dienstagmittag auf ihre Nachfrage. Wären sie zu Schaden gekommen, dann hätte das ziemlich teuer werden können: Eine Pumpe kostet laut Eichstädt etwa 3000 Euro – zehn defekte Pumpen hätten nach Adam Riese mit 30 000 Euro zu Buch geschlagen.

„Zum Glück führen zwei Stromleitungen zum Badkap“, erklärte Eichstädt; das habe es ermöglicht, die Stromversorgung schnell wieder herzustellen.

Die defekte Stromleitung soll nun zeitnah repariert werden – den Albstadtwerken zufolge wurde damit am Dienstag begonnen. Zudem wurden laut Eichstädt im Lauf des Tages die drei Rutschen – Rocket-Rutsche, Röhrenrutsche und Wildwasserrutsche – begutachtet und Schritt für Schritt wieder freigegeben. Der Badebetrieb blieb davon unbeeinträchtigt.