Die Stadtverwaltung hat Cyanobakterien im Klosterweiher nachgewiesen, sichtbar in Form von grünen Schlieren. Wegen der Bakterien wurde vorsorglich ein Badeverbot ausgesprochen. Die auf dem Bild sichtbare Strömung mit Luftblasen entsteht durch eine der Umwälzpumpen, die das Wasser mit Sauerstoff anreichern. Foto: Reutter

Hitze und Trockenheit haben dem Klosterweiher zugesetzt. Cyanobakterien wurden nachgewiesen, weshalb sich die Stadtverwaltung entschloss, ein vorläufiges Badeverbot auszusprechen.

St. Georgen - Auf Veranlassung der Stadtverwaltung wurden Ende vergangener Woche durch das Gesundheitsamt nochmals Proben gezogen. Das Vorkommen von Cyanobakterien wurde bestätigt, teilt die Stadtverwaltung mit. Bisher sei die Badewasserqualität ohne Beanstandungen geblieben.

"Die anhaltende Trockenheit sowie der geringe Zufluss von kühlem Wasser haben nun wesentlich dazu beigetragen, dass sich Cyanobakterien (Blaualgen, gut sichtbar an den ›grünen‹ Schlieren) vermehren", heißt es in der Pressemitteilung vom Mittwoch. Während die Brigach und der Sommeraubach noch eine Wassertemperatur von 19 Grad aufweisen, erwärme sich das Wasser im Biberstau auf 24 Grad. Alles zusammen trage nun dazu bei, dass sich die Algen vom Zulauf bis in den Weiher ausbreiten.

Liegewiese und Duschen gratis nutzbar

"Das endgültige Ergebnis der Wasseruntersuchung steht zwar noch aus, da wir aber vermeiden möchten, dass Personen zu Schaden kommen, wird das Baden ab sofort untersagt", betont die Stadtverwaltung. Die Anlage bleibe geöffnet, die Liegewiese und die Duschen seien nutzbar. Hierfür sei der Eintritt frei.

"Wir haben bisher getan, was möglich war, um den Badebetrieb möglichst lange aufrecht zu erhalten. Wir bedauern sehr, dass wir nun mit dieser schlechten Nachricht aufwarten müssen", erklärt die Stadtverwaltung. "Wir sind im Austausch mit dem Gesundheitsamt und halten Sie auf dem Laufenden." Das Vorkommnis zeige, wie wichtig es sei, den Klosterweiher zu entschlammen und dafür Sorge zu tragen, dass künftig das Wasser aus dem Sommeraubach und der Brigach wieder direkt dem Weiher zugeführt werde.

Spendenaktion läuft

Zur Mitfinanzierung der Entschlammung läuft derzeit eine von Bürgermeister Michael Rieger initiierte Spendenaktion. Für 50 Euro pro Quadratmeter Seefläche kann symbolisch eine Patenschaft übernommen werden. Das Spendenkonto ist auf der Homepage der Stadt hinterlegt.

Auch eine private Initiative wurde gestartet. Die Organisatoren laden an diesem Samstag ab 12 Uhr am Eingang zum Klosterweiher zu Aperol-Spritz und alkoholfreien Mixgetränken ein. Der Erlös soll zu 100 Prozent der Entschlammung des Weihers zugute kommen. Auch wenn nun das Badeverbot besteht, findet die Aperol-Spritz-Aktion statt, betont die Stadtverwaltung in ihrer Pressemitteilung.