Notarzt, Polizei und DRK vor dem Eingang des Badkaps Foto: Jannik Nölke

Die Polizei wahrt Stillschweigen über den Zustand der im Badkap verunglückten Fünfjährigen.

Anders als berichtet handelt es sich bei dem fünfjährigen Kind, das am Sonntagnachmittag nach einem Badeunfall im Erlebnisbad Badkap reanimiert werden musste und danach in Lebensgefahr schwebte, nicht um einen Jungen, sondern um ein Mädchen. Es wurde nach seiner Reanimation im Hubschrauber nach Tübingen geflogen; über seinen derzeitigen Zustand mochte die Polizei am Montagmittag keine Angaben machen.

 

Die Polizei ermittelt derzeit, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Wie sie am Montag mitteilte, hatte sich der Badeunfall nicht direkt im Wellenbad ereignet, sondern im benachbarten, oberhalb des Kinderbeckens gelegenen Relax-Becken.

Die Fünfjährige, die zusammen mit ihrer Mutter und Geschwistern das Bad besucht hatte, war gegen 15 Uhr von einem Badegast am Beckengrund entdeckt worden, wo sie leblos lag, und dann sofort durch mehrere Ersthelfer, darunter zwei zufällig anwesende Ärzte, reanimiert und mit einem Hubschrauber nach Tübingen gebracht worden, von wo eigens ein Kinderintensivmediziner nach Albstadt gekommen war. Familienmitglieder, Badkap-Mitarbeiter und mehrere Badegäste wurden anschließend vom Notfallnachsorgedienst betreut.

Polizei sucht bestimmten Badegast

Im Zuge seiner Ermittlungen zum Unfallhergang sucht das Kriminalkommissariat Balingen potenzielle Zeugen, die im Bereich des Relax-Beckens – es ist 1,35 Meter tief – sachdienliche Beobachtungen gemacht haben könnten. Vor allem ein weiterer Badegast, der beim Auffinden des Mädchens zugegen war, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 07433/264-0 bei der Polizei in Balingen oder unter der Telefonnummer 07432/955-0 beim Polizeirevier Albstadt zu melden.