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Badenweiler Spielend im Park die Sinne schärfen

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Wenn die Gäste ihre Scheu ablegen, können sie in Badenweiler einiges über ihre Sinne erfahren. Foto: Lustig

Badenweiler - Der neu eröffnete »Park der Sinne« in Badenweiler im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald belohnt seine Besucher mit einem faszinierenden Trip in die Welt der menschlichen Wahrnehmungskraft.

Der »Park der Sinne«, der wunderbare Ausblicke über Vogesen, die Burg Badenweiler, Weinberge und Schwarzwald eröffnet, ist gleichermaßen für Kinder wie auch für Erwachsene eine Reise wert. Forschergeist ist dabei genauso gefragt wie der Spieltrieb. Eines sollten die Besucher in dem gut fünf Hektar großen Freizeitareal in unmittelbarer Nähe zum Kurpark aber allemal mitbringen: Zeit. Mindestens zwei Stunden gehen locker drauf, will man alle 23 Exponate an 20 Stationen entdecken und ausprobieren.

Man muss die Scheu ablegen und selbst tätig werden. Denn nur so bringt die Auseinandersetzung mit den sechs Sinnen Sehen, Hören, Riechen, Bewegen, Tasten und Gleichgewicht den richtigen Spaß.

»Versuchen Sie, sich den Phänomenen spielerisch zu nähern. Denken Sie bitte nie: Das kenne ich schon«, heißt es dazu in dem Leitfaden für das Areal. Im Park der Sinne geht es nicht darum, etwas gedanklich zu lernen, sondern darum, die Grundgesetze des Lebens mit allen unseren Sinnen zu erfahren: wie unsere Augen sehen, unsere Ohren hören, unser Füße tasten und unsere Nasen riechen. Hier hat wirklich alles einen Sinn.

Die Entdeckungsreise in die Welt der Sinne startet nach dem Info-Pavillon am Haupteingang mit einer Aufgabe für die Augen. Ob rotierender Kegel oder rotierende Spirale: Einfach Sekunden lang draufschauen und dann auf den Boden gucken oder auf die Nasenspitze seines Nachbarn. Es ist verblüffend: Plötzlich dreht sich auch der Boden, die Nasenspitze wird größer und dreht sich ebenfalls.

Spiegelschwelle gaukelt Doppelung der Landschaft vor

Das hat im Übrigen schon Johann Wolfgang von Goethe bei seiner Italienreise entdeckt. Als er hinter einem Brückenpfeiler stand und einen Wirbel im Wasser beobachtete, dann wieder weg schaute, hatte er das Phänomen entdeckt – und in seiner »Farbenlehre« beschrieben, wie Matthias Schenk, Vorstand der Gesellschaft Natur und Kunst Schloss Freudenberg, bei einer der offiziellen Führungen erklärte. Schenk betreibt einen ähnlichen Park auf dem Gelände von Schloss Freudenberg bei Wiesbaden.

Und weiter geht die muntere Entdeckungsreise. Beim Blick durchs Prisma entstehen an den Hell-Dunkelrändern, vom Wald zum Himmel, gelb-rote und blau-violette Ränder. Die Doppelhelix suggeriert scheinbar auf- und absteigende Bewegungen in ihren äußeren und inneren Spiralen, je nachdem, in welche Richtung sie gedreht wurde.

Die Spiegelschwelle gaukelt Verdoppelung der Landschaft vor. Lustig wird’s beim Streifen-Spiegel. Stellt man sich gegenüber auf, ergänzen sich das eine und das andere Gesicht zu einer neuen Gestalt – mit immer neuen Facetten, wenn man sich nach oben oder nach unten bewegt.

Seinen guten Riecher kann man in der Duftorgel beweisen

Einfach scheint die Bauweise an der Station »Durch-Blick«. Man schaut von einem Sitzplatz in gehörigem Abstand durch einen überdimensionalen Fernsehrahmen auf die Landschaft – und erlebt ein sich ständig veränderndes Naturprogramm.

Mit Riesenohren hören und Steine zum Summen bringen: Das hält die Hör- und Resonanzachse parat. Es mag sich seltsam anfühlen, den Kopf durch ein Loch in einen Stein zu stecken und im Halbdunkeln in verschiedenen Tonlagen vor sich hinzusummen. Doch ist der richtige Ton getroffen, wird der ganze Körper in angenehme Schwingungen versetzt.

Nur mit den Füßen sehen und tasten können diejenigen, die sich – wenn möglich mit verbundenen Augen – von einem anderen über den Barfußpfad führen lassen. Auf einer großen Balancierscheibe sollen bis zu 25 Personen durch verschiedene Bewegungen versuchen, das Gleichgewicht zu finden – mit ein wenig Übung, eine machbare Aufgabe – ebenso wie auch nebenan im Balancier-Garten.

Ob man buchstäblich einen guten Riecher hat, lässt sich leicht bei der Duftorgel testen. Einfach die Gefäße anheben und Düfte und Gerüche wie Rosenholz, Pfefferminz, Salbei, Zimt, Zitrone oder Nelke erraten – das macht Spaß.

Weitere Informationen:

Park der Sinne, Ernst-Eisenlohr-Straße 27, Badenweiler, ganzjährig zugänglich, Eintritt frei, Führungen auf Anfrage unter Telefonnummer 07632/799400

www.badenweiler.de

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