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Baden-Württemberg Hitzewelle: Zwei Tote an Badeseen

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Zahlreiche Menschen haben am Wochenende die Badeseen und Freibäder angesteuert. Die meisten hielten sich an die Corona-Regeln, nur vereinzelt wurden Seen gesperrt. Für zwei Menschen endete der Badespaß aber tödlich. (Symbolbild) Foto: ilolab/ Shutterstock

Stuttgart - Mehr als 30 Grad und Sonne satt: Zahlreiche Menschen haben am Wochenende die Badeseen und Freibäder angesteuert. Die meisten hielten sich an die Corona-Regeln, nur vereinzelt wurden Seen gesperrt. Für zwei Menschen endete der Badespaß aber tödlich.

Bei hochsommerlichen Temperaturen haben am Wochenende Tausende Menschen im Südwesten nach Abkühlung gesucht. An den Badeseen und in den Freibädern herrschte nach Angaben der Polizeipräsidien im Land reger Betrieb. Für zwei Menschen endete der sommerliche Badespaß aber tödlich. 

19-Jährige kommt in Lahr ums Leben

Am Waldmattensee in Lahr kam eine 19 Jahre alte Frau ums Leben. Trotz Reanimation starb die Nichtschwimmerin noch am Unglücksort, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Bei der Rettung waren Feuerwehr, die DLRG und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Wie genau es zu dem Unglück an dem See im Ortenaukreis kam, werde nun ermittelt. Die Beamten gehen von einem Badeunfall aus.

Aus einem See in St. Leon-Rot (Rhein-Neckar-Kreis) wurde ein 52-Jähriger leblos geborgen. Die genauen Umstände des Unglücks am Samstagmittag waren nach Polizeiangaben zunächst unklar. Laut Zeugen war der Mann zuvor noch Wasserski gefahren. Ob er gestürzt ist oder ob es sich um einen medizinischen Notfall gehandelt hat, sei nun Gegenstand der Ermittlungen. 

Zu einem weiteren Badeunfall kam es am Bodensee: Ein 70 Jahre alter Schwimmer ging dort am Samstag unter. Der Mann war mit einem Bekannten von einem Steg bei der Bodenseetherme Konstanz etwa 50 Meter zu einer Boje geschwommen. Dort habe er sich festhalten und ausruhen müssen.

Hitze bleibt zum Wochenstart

Auf dem Rückweg hätten den Schwimmer dann die Kräfte verlassen und er sei untergegangen. Laut Polizei war er etwa zwei Minuten unter Wasser. Sein Begleiter, ein weiterer Schwimmer und die Badeaufsicht brachten ihn an Land. Rettungskräfte reanimierten den Mann, der anschließend in ein örtliches Krankenhaus kam.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war es am Wochenende im nördlichen Rheintal am heißesten. In Waghäusel-Kirrlach im Kreis Karlsruhe verzeichneten die Meteorologen am Samstag 36,1 Grad. In Stuttgart waren es 33,1 Grad. In Richtung Oberschwaben seien die Temperaturen teilweise sogar unter der 30-Grad-Marke geblieben, sagte ein DWD-Sprecher. 

Zum Beginn der neuen Woche bleibt es weiterhin hochsommerlich heiß. Am Montag liegen die Temperaturen den Angaben nach zwischen 28 Grad in Hochlagen und 36 Grad am Rhein. Im Tagesverlauf seien aber auch dichtere Quellwolken sowie einzelne kräftige Gewitter möglich.

Badegäste haben in diesem Sommer nur wenige Alternativen. Wegen der Corona-Pandemie bleiben viele Freibäder geschlossen oder lassen nur eine beschränkte Zahl von Besuchern ins Becken. Die Behörden hatten daher in den vergangenen Wochen immer wieder vor einer Überfüllung gewarnt, Kontrollen verstärkt und teilweise Zugänge zu Badestellen gesperrt.

Liegewiese an Bodenseeufer in Quadrate eingeteilt

In Meersburg (Bodenseekreis) wurde etwa eine öffentliche Liegewiese am Bodenseeufer mit weißer Kalk-Farbe große Quadrate eingeteilt. So sollte eine Sperrung verhindert werden. Auch auf der Heidelberger Neckarwiese wurden weiße Kreise gezogen, um die Menschen beim Sonnen und Picknicken an die Hygiene- und Abstandsregeln zu erinnern. 

Im Gegensatz dazu hatte Sipplingen seine Uferanlagen am Bodensee teilweise geschlossen, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Das Landratsamt Bodenseekreis hielt die Maßnahme allerdings für nicht verhältnismäßig und drängte die Gemeinde, sie zurückzunehmen. Die Verwaltung kündigte daraufhin an, einen Teil der Parkplätze am Wochenende zu sperren, um den Andrang zu verringern.

Auch in anderen Regionen des Landes wurden Badestellen vorsorglich gesperrt, wie etwa der Breitenauer See im Kreis Heilbronn. Dagegen habe es nur einzelne Verstöße gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Allerdings seien am Wochenende auch der Katzenbachsee und der Stausee Ehmetsklinge wegen Überfüllung gesperrt worden. 

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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