Bei warmem Sommerwetter ist der Schömberger Stausee ein beliebter Ort zum Baden. Das DLRG hält dann vor allem an den Wochenenden Wachdienste, um in Notsituationen schnell eingreifen zu können. Foto: Archiv/Reich

Der Stausee bei Schömberg ist vor allem an warmen Sommertagen ein beliebtes Ausflugsziel zum Baden. Die DLRG Ortsgruppe Oberes Schlichemtal bemüht sich, ausreichend Rettungsschwimmer zu mobilisieren.

Es kann nicht mehr lange dauern, dann sollte der Sommer mit entsprechenden Temperaturen auch wirklich einmal da sein. Und wenn die Sonne brennt und jedes Fleckchen Schatten wertvoll wird, werden die Menschen auch wieder die Erfrischung der Badegewässer aufsuchen. Wie in den vergangene Jahren auch werden an heißen Tagen wohl viele Badefreunde an den Schömberger Stausee pilgern.

 

Für deren Sicherheit und Versorgung bei einem Badeunfall sorgt die DLRG Ortsgruppe Oberes Schlichmtal. Deren Vorsitzender Markus Maucher betont aber, dass die Ehrenamtlichen der DLRG keine Bademeister sind.

Die Einsatzkräfte sind im Notfall zur Stelle

Am Stausee soll im Optimalfall ein Wachführer im Einsatz sein, unterstützt von drei Wachgängern und einigen Helfern. Von einer solchen Besetzung sei man momentan noch ein Stück entfernt. Geeignetes und geschultes Personal zu finden sei nicht leicht, auch wenn man zuletzt noch ein paar Kräfte akquirieren konnte. „Es könnte mehr sein“, meint Maucher im Gespräch mit unserer Redaktion.

Stand jetzt könnte man die minimalen Anforderungen auf jeden Fall erfüllen. Ein Wachführer, zwei Wachgänger und ein paar Helfer könnte man meistens bereitstellen. An Wochenenden, wenn besonders viel Andrang herrscht, sei die DLRG Ortsgruppe somit in der Lage, ihrer Aufgabe am Stausee gerecht zu werden. Die Personalsituation erlaube es gut zu planen und für den Fall, dass einmal Not am Mann sein sollte, Ersatzpersonen zu aktivieren.

Die DLRG sei jedoch kein Allround-Ansprechpartner vor Ort, sagt Maucher. Die Einsatzkräfte seien Ansprechpartner, um im Notfall schnell zur Stelle zu sein und die Wege so kurz wie möglich zu halten. „Wir sind ein Notfalldienst für den Fall der Fälle“, stellt Maucher klar.

Der Wachführer ist in der Regel ein erfahrener Rettungsschwimmer. Wenn ein Mensch im Wasser zu ertrinken droht, gesundheitliche Probleme bekommt und nicht mehr schwimmen kann, ist dieser schnell für die Rettung zur Stelle. Auch die Wachgänger seien entsprechend ausgebildet. Der Bestand an Helfern speise sich aus jungen Aspiranten, die ihre Ausbildung als Rettungsschwimmer noch nicht abgeschlossen haben.

Bei den älteren, schon erfahrenen Kräften, könne man sich stets auf eingespielte Kräfte verlassen, sagt Maucher. Einige hielten schon seit Jahren Wachdienste am Stausee. Während es in der Gruppe der Helfer oft ein reges Kommen und Gehen geben. Nicht selten zögen Rettungsschwimmer-Aspiranten etwa nach Abschluss von Schule oder Studium fort. Dadurch könne schnell ein Nachwuchsproblem für die Wachgänger entstehen, erklärt der Ortsgruppen-Vorsitzende.

Prinzipiell gilt: Baden auf eigene Gefahr

Von welcher Bedeutung gut ausgebildete Rettungsschwimmer sind, konnte zuletzt beispielsweise in Bisingen beobachtet werden. Als während des Hochwassers die Wasserrettung Zollernalb im Einsatz war, waren auch Kräfte der DLRG Ortsgruppe Oberes Schlichemtal darunter.

Am Schömberger Stausee besteht prinzipiell am Wochenende wie auch wochentags die Möglichkeit zu Schwimmen und zu Baden. „Jedoch auf eigene Gefahr“, betont Maucher.

Die DLRG stellt Samstag und Sonntag, wenn erfahrungsgemäß bei warmen Temperaturen die meisten Leute am Stausee sind, Kräfte bereit, die im Notfall schnell eingreifen können.

Doch wer beispielsweise an einem Mittwochabend den Entschluss fast, alleine schwimmen zu gehen, hat in einer Gefahrensituation womöglich schlechte Karten: Sollte es zu einem Badeunfall kommen, bliebe diesem nur zu hoffen, dass jemand in der Nähe ist und Hilfe rufen kann.