Wer mit dem Auto zum Bade-Tag ins Solemar fährt, hat bislang seinen Parkschein einfach fürs Gratisparken entwerten lassen – das ist so bald nicht mehr möglich. Foto: tx-foto.com

Gratis-Parken beim Solemar steht vor dem Aus: Ab 2026 sollen auch Bade- und Fitnessgäste zahlen. Kur und Bäder-Chef Markus Spettel erklärt, was geplant ist.

Freiparken beim Solemar-Besuch – für viele Badegäste war’s das bald mit dem kostenlosen Abstellen des Autos.

 

Wer bislang sein Parkticket an der Bäderkasse oder dem Fitnessstudio-Empfang freistempeln lässt, muss bald für Parkgebühren in die Tasche greifen.

Im Gespräch mit unserer Redaktion erläutert der Chef der Kur- und Bäder GmbH, Markus Spettel, worauf sich die Besucher künftig einstellen müssen.

Diesen Luxus gibt es bald nicht mehr

50 Cent je angefangene halbe Stunde und maximal 15 Euro pro Tag, so teuer ist das Parken auf dem Solemar-Parkplatz in Bad Dürrheim aktuell für all jene, die ganz normal bezahlen müssen. Wer allerdings bislang beispielsweise zum Baden in die Thermenlandschaft oder Sauna geht, kann dort sein Parkticket entwerten lassen und somit kostenlos parken.

Freiparken während des Bad- oder Saunabesuchs, das aber ist ein Luxus, den es offenbar in naher Zukunft nicht mehr grundsätzlich geben wird, lässt Spettel durchblicken.Die aktuell in der Kurstadt geführte Parkgebührendiskussion geht auch am Solemar nicht spurlos vorüber.

„Die Kur und Bäder GmbH plant aktuell für den Solemar-Parkplatz grundsätzlich Gebühren“, so Spettel – auch für Badegäste oder Fitness-Treibende. Aber Spettel beruhigt womöglich erhitzte Gemüter sofort: eine gewisse „Frei-Zeit“ für Badegäste werde es weiterhin geben, und die danach fällige Gebühr solle sich im „sehr niedrigen einstelligen Bereich bewegen“. Und: „Bei der Festlegung der Parkgebühren orientieren wir uns natürlich auch an Wettbewerbern“, sagt Spettel mit Blick auf das, „was andere machen“.

Für Dauerparker beziehungsweise beispielsweise Reha-Gäste, die ihr Fahrzeug auf dem Solemar-Parkplatz länger abstellen, will man ein gesondertes Gebührenmodell stricken. Als Sonderlösung werde an eine Park-Pauschale gedacht.

Das ist der Zeitplan

Der Zeitpunkt für die Einführung des neuen Gebührenmodells steht noch nicht endgültig fest, werde aber vermutlich im ersten Quartal 2026 liegen.

An einer neuen Parkraumbewirtschaftung führt in Spettels Augen kein Weg vorbei. „Wir haben lange davon abgesehen, aber jetzt, in der aktuellen Situation, geht es nicht mehr anders“, stellt Spettel klar. Alleine die Unterhaltung und Instandhaltung des Parkplatzes, der übrigens im Eigentum der Kur- und Bädergesellschaft steht, koste schließlich auch Geld, so Spettel. Ein „ordentlicher“ fünfstelliger Betrag werde für Winterdienst, Parkplatzpflege, Vorhaltung der technischen Infrastruktur und dergleichen fällig.

Platz ist hier für 265 Fahrzeuge, zudem gibt es acht Ladeplätze für Elektrofahrzeuge.

Während sich bislang an der Einfahrt zum Parkplatz noch eine Schranke hebt, setzt man in Zukunft wie viele Parkplätze in der Region ebenfalls auf eine reine Kennzeichenerfassung, erläutert der Kur- und Bäder-Chef.