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Bad Wildbad Zufahrt zur B 296 sechs Wochen lang gesperrt

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Die Abzweigung zur B  296 in Calmbach ist für sechs Wochen gesperrt. Foto: Mutschler

Bad Wildbad-Calmbach - Die Baustelle an der Kleinenztalstraße, also der Bundesstraße 294, in Calmbach gehen weiter. Am Dienstag wurde der nächste Bauabschnitt eingerichtet. Weiteres Problem dabei: Dadurch ist auch die Zufahrt zur B 296 für sechs Wochen komplett gesperrt. Die Arbeiten dauern noch mindestens bis zum Jahresende.

Es waren nur wenige Tage freie Fahrt ohne Ampelregelung in der Kleinenztalstraße in Calmbach. Und so kommt es nun – wie es wohl kommen musste – wieder zu massiven Einschränkungen für Autofahrer: So müssen sie nun auf der B 294 in beide Fahrtrichtungen, also Freudenstadt und Pforzheim, wieder mit einer halbseitigen Sperrung unter Ampelregelung leben.

Siehe auch: Unmut über Verzögerung der Baustelle

Doch damit nicht genug: In den nächsten sechs Wochen ist auch die Abzweigung an der Tankstelle auf die B 296 komplett gesperrt. Das bedeutet für die Verkehrsteilnehmer, dass sie nun in den kommenden Wochen wieder über Höfen und Schömberg in Richtung Calw fahren müssen – und natürlich auch umgekehrt.

Baustelle sorgt für viele Diskussionen

Den Beginn des neuen Bauabschnitts wollte die Bad Wildbader Stadtverwaltung nutzen, um über die Maßnahme zu informieren, die in Calmbach und bei vielen Autofahrern für Diskussionen sorgt. Bürgermeister Klaus Mack, Stadtbaumeister Volkhard Leetz und der Leiter der Tiefbauabteilung, Stephan Lendl, gaben gemeinsam mit Peter Werner vom Ingenieurbüro Kirn aus Pforzheim, das die Oberbauleitung innehat, Auskunft über den Stand der Dinge.

Lendl erinnerte daran, dass der eigentliche Anstoß für die Sanierung der Straße ein "sehr schadhafter Kanal" gewesen sei, der ebenso ersetzt werden müsse wie eine defekte Wasserleitung. Deshalb habe man diese Maßnahme auf den Weg gebracht, das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe habe sich dann mit der Deckensanierung angeschlossen.

Mit vier Monaten Verzögerung wird gerechnet

Ursprünglich waren 16 Monate für die Arbeiten geplant. Mittlerweile rechnet Werner aber bereits mit vier Monaten Verzögerung – mindestens. Denn wenn die Arbeiten nicht planmäßig – nach dem aktuellen Bauzeitenplan – verlaufen, kann die Asphalt-Deckschicht erst im März 2021 aufgebracht werden.

Als einen Grund für die Verzögerungen nennt Lendl alte Bestände einer ursprünglichen Straße, die bei den Arbeiten gefunden worden seien. Zudem habe man im Gehweg-Bereich gleich einen zweifachen Aufbau gefunden. "Das ist wie bei den alten Römern", die hätten auch die neuen Straßen einfach auf die alten drauf gebaut, fügte Mack an. Deshalb habe man sich dazu entschlossen, den Gehwegbereich komplett zu erneuern und dann gleich Leerrohre für den kommenden Breitbandbandausbau, Strom- und Starkstromkabel zu verlegen – insgesamt ein Paket von 19 Leerrohren in zwei Lagen. Dies hätte eigentlich erst später gemacht werden sollen und habe so die jetzigen Arbeiten verzögert. Dadurch hätten, ergänzt Werner, auch die Bauphasen nicht mehr gepasst und man sei teilweise in den Winter gekommen. Und: "Corona hat uns eingeholt", was zu einer weiteren Verzögerung geführt habe.

Arbeiten finden teilweise unter Vollsperrung statt

Die ganzen Kanal- und Leitungsarbeiten seien nun abgeschlossen. So hofft Lendl, dass die Arbeiten nun schneller laufen, da "nur noch" die Straßenbauarbeiten anstehen würden. Nach den sechs Wochen soll es dann im nächsten Abschnitt von der Tankstelle bis zur Häberlenstraße gehen. Anschließend soll dann ab Anfang Oktober der letzte Abschnitt bis zum Lindenplatz gemacht werden. Diese Arbeiten sollen dann unter Vollsperrung der Straße stattfinden – die innerörtliche Umleitung führt dann über Häberlen-, Haupt- und Kriegsstraße wieder zurück auf die B 294.

Wenn die Arbeiten nach Plan verlaufen, sollen diese bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. Dann würde noch einmal eine zweiwöchige Phase folgen, in der der gesamte, 525 Meter lange, Bereich voll gesperrt werden muss, um die provisorische Asphaltschicht wieder abzufräsen und die endgültige Deckschicht eingebaut wird. Bereits jetzt wies Werner aber darauf hin, dass es sein könne, dass dieser Teil auch erst im März 2021 gemacht werde. Da spiele auch die Witterung eine Rolle, da die Deckschicht sehr sensibel sei, ergänzte Leetz.

Ursprünglich habe es von den Planern Überlegungen gegeben, die Arbeiten komplett unter Vollsperrung zu machen. Dann wäre man laut Werner in etwa zwölf Monaten fertig gewesen. So dauert es nun mindestens 20 Monate. Aber: "Wir wollten eine Vollsperrung vermeiden", sagte Mack und er fügt an: "Da müssen wir jetzt durch." Dafür sei dann aber auch gleich alles, inklusive Leerrohre, bereits fertig und man müsse nicht in ein oder zwei Jahren die Straße oder den Gehweg noch einmal aufreißen.

4,2 Millionen Euro kostet die Sanierung der Kleinenztalstraße in Calmbach insgesamt. Davon entfallen rund 1,5 Millionen Euro auf den Straßenbau. Diesen Teil übernimmt das Regierungspräsidium Karlsruhe. Der Kanalbau kostet 1,3 Millionen Euro und wird finanziert vom städtischen Eigenbetrieb Stadtentwässerung, die Kosten in Höhe von 900 000 Euro für den Bau der Wasserleitungen übernehmen die Stadtwerke. Den restlichen Betrag von rund 300 000 Euro teilen sich die Stadt Bad Wildbad sowie die Netzbetreiber Telekom und Netze BW.

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